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7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
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auf die Nacht in seinem Quartier zu erscheinen und verließ ihn.In seinem eigenen Hause angekommen, schloß sich Major Lincolnin sein Studierzimmer ein und verbrachte mehre Stunden mitSchreiben oder Prüfen von wichtigen Papieren. Ein Brief be-sonders wurde geschrieben, gelesen, zerrissen, wieder geschrieben undso fünf und sechs Mal, bis er ihn endlich siegelte und das wichtigePapier mit einer Art Sorglosigkeit adreffirte, welche anzeigte, daßseine Geduld durch die verschiedenen Proben erschöpft worden war.Diese Dokumente wurden Meritvn mit der Weisung übergeben, siean ihre verschiedenen Adressen abzuliefern, wofern er nicht vor demnächsten Tag Gegenbefehl erhielte, worauf der junge Mann hastigein spätes und leichtes Frühstück zu sich nahm. Während er nochin seinem Kabinet eingeschlossen war, hatte Lionel mehrere Makedie Feder bei Seite geworfen, um zu lauschen, denn der Lärm inder Stadt drang bis zu seiner Einsamkeit und verrieth die Auf-regung und Kampflust, die in den Straße» der Stadt herrschte.Nachdem er zuletzt die Aufgabe, die er sich gestellt, vollendet hatte,nahm er seinen Hut und schlug mit hastigen Schritten den Wegnach der Mitte des Platzes ein.

Kanonen raffelten über das Pflaster, Munitivnswagen hintendrein, und Officiere und Bedienungsmannschaft folgten in eiligemSchritt dicht hinter ihren Geschützen. Adjutanten, mit wichtigenBefehlen beauftragt, sprengten wüthend durch die Straßen; dannund wann sah man auch einen Officier, der sein Quartier miteiner Haltung verließ, in welcher männlicher Stolz mächtig gegeninnerliche Trauer ankämpfte, während er noch den letzten angst-vollen Blick auffing, der seiner entschwindenden Gestalt von treuenAugen nachgesendet wurde, die bis jetzt mit Vertrauen und Liebeden seinigen zu begegnen gewohnt gewesen waren. Doch bliebbei dem allgemeinen Getöse und dem Glanz der Scene nur wenigeZeit übrig, um bei solchen vorübergehenden Zeichen von Familien-weh zu verweilen. Zu Zeiten drangen Töne kriegerischer Musik