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von einem solchen Wissen in ihrem Benehmen burchblickte. Siehörte seine Entschuldigungen wegen des beabsichtigten Auszugs mitsichtlicher Bestürzung und mehr als einmal, als Lionel von seinerwahrscheinlichen Lebensweise in der nächsten Zukunft sprach, da dieFeindseligkeiten nun einmal begonnen hatten — von der größerenUnruhe, die seine Anwesenheit einer Dame von ihren Gewohnheitenund Jahren verursachen würde — von seiner großen Besorgnißihretwegen — kurz, von Allem, was er zur Entschuldigung seinesSchrittes aufzufindcn vermochte — sah U ihre Augen ängstlichund mit einem Ausdruck auf Cäcitieu gerichtet, der zu anderer Zeitihn verleitet haben würde, Mißtrauen gegen die Beweggründe ihrerGastfreundschaft zu fassen. Die junge Dame selbst hörte jedochden Vorschlag mit sichtlicher Zufriedenheit und als ihre Großmutteran ihre Ansicht appcllirte und sie befragte, ob er einen einzigenguten Grund für sein Vorhaben vorgebracht habe, antwortete siemit einer Lebhaftigkeit, die ihrer früheren Weise gänzlich fremd war:„Gewiß, theure Großmama, den besten von allen Gründen —seinen Willen. Major Lincoln ist unsrer und untres langweiligenAlltagslebens überdrüssig und nach meiner Ansicht fordert wahreHöflichkeit von uns, daß wir ihn ohne ein Wort der Widerredenach der Kaserne ziehen lassen."
„Meine Beweggründe müssen sehr mißverstanden worden sehn,wenn ein Wunsch, Sie zu verlassen —"
„O, Sir, es bedarf keiner Erklärung. Sie haben so vieleGründe vvrgebracht, Cousin Lionel, daß die wahre und eigentlicheUrsache noch im Hintergrund gelassen wurde. Sic muß und kannkeine andere als Langweile sehn."
„Dann will ich bleiben," erwiederte Lionel, „denn alles Andere istbesser, als den Verdacht der Unempfindlichkeit auf sich zu laden."
Cäcilie schien sowohl erfreut als überrascht zu seyn. Siespielte einen Augenblick verlegen mit ihrem Theeloffel, biß sich imVerdruß in die schönen Lippen und sagte dann in freundlicherem Ton: