Druckschrift 
7 (1842) Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
197
Einzelbild herunterladen
 

197

Sohnes unwürdig ich muß Euch besser logirt sehen, gute Abigaik,wahrhaftig, ich muß."

Lionel konnte bemerken, wie ein leichter Schauder über dieGestalt ihrer Gefährtin hinlief, als seine Tante ans den zweifel-haften Charakter Nalph's anspielte; aber ohne' eine Antwort zrrgeben, stand Abigail an der geöffneten Thüre, um ihren schei-denden Gast zu entlassen. In dem Augenblick, als Mrs. Lechmereverschwand, glitt Lionel die Treppe hinab und stand vor demerstaunten Weibe.

Wenn ich Euch sage, daß ich Alles gehört habe, was Heute-Abend vorging," sagte er heftigdann werdet Ihr einsehen, daßjeder weitere Versuch, mir noch länger etwas zu verbergen, Thorheitwäre ich verlange nun so viel von Eurem Geheimniß, als meinoder der Meinen Glück betrifft."

Nein, nein," fuhr das erschreckte Weib ansnicht vonmir, Major Lincoln nicht von mir, um's Himmels Willen, nichtvon mir ich habe geschworen, es bei mir zu behalten und einEid" Die Bewegung unterbrach ihre Rede und ihre Stimmewurde undeutlich.

Lionel bereute seine Heftigkeit, und beschämt darüber, daß ervon einem Weibe ein Vekenntniß hatte erpressen wollen, suchte erihre Gefühle zu besänftigen und versprach ihr, für heute keineweitere Mittheilnng mehr verlangen zu wollen.

Gehen Sie gehen Sie" begann sie abermals und winkteihm, sie zu verlassen,mir wird dann wieder wohl werden!verlassen Sie mich, auf daß ich wieder allein sey mit jenemschrecklichen Manne und mit meinem Gott!"

Lionel bemerkte ihren Ernst und gab widerstrebend nach; er trafJob auf der Schwelle und fühlte jetzt keine weitere Besorgnrßmehr für ihre Sicherheit.

Major Lincoln sann während seines raschen Gangs nach derTremontstraße angestrengt über Alles nach, was er gesehen und