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i» ihrem Gewissen erschütterte Weib: „wir haben so wenig Zeitfür Rene und Gebet übrig, daß wir deren nie genug finden können,fürcht' ich, um unsere schwere Uebertretungen zu verantworten.Lassen Sie uns vom Grabe reden, Madame Lechmere, so lange wirnoch diesseits der Ewigkeit find und es vermögen."
„Ja, sprecht vom Grab, so lange ihr noch außerhalb seinerdumpfen Hülle wandelt; cs ist die Heimath des Alters," tönte einedritte Stimme, deren hohle Laute wohl a»S einer Gruft hättenhervorgehen können; „ich bin hier, in das heilsame Thema miteinzustimmen."
„Mer — wer — im Namen Gottes, wer bist Du?" riefMrs. Lechmere, indem sie Gebrechlichkeit und innere Zerknirschungüber der neuen Aufregung vergaß und unwillkührlich von ihremSitze aufstand; „sage mir, ich beschwöre Dich, wer bist Tu?"
„Einer, betagt wie Du selbst, Priscilla Lechmere, stehend ander Schwelle jener endlosen Heimath, von der Du so eben nochgesprochen. So redet weiter, ihr verlassenen Weiber; denn habtihr je Etwas begangen, das Verzeihung erheischte, so ist's im Grab,wo ihr die himmlische Gnade findet, die eurer Unwürdigkcit ge-boten wird."
Indem Lionel seine Stellung etwas veränderte, ward es ihmmöglich, das ganze Zimmer zu übersehen. Am Eingang standRalph in unbeweglicher Haltung, die eine Hand gegen Himmelerhoben, mit der andern nachdrucksvoll nach nuten deutend, gleich-sam im Begriff, die Geheimnisse des Grabes zu enthüllen, dasbald, so zeigten seine hingeschwundenen Glieder und die verfallenenZüge seines Antlitzes, auch ihn als Bewohner aufzunehmen drohte,während seine forschenden Augen mit jenem schnellen, durchdringendenBlick von einem Gesicht zum andern hin- und herwauderten, denAbigail Pray so paffend als ,versengend' bezeichnet hatte. WenigeSchritte von dem alten Mann stand noch immer Mrs. Lechmere,kalt und regungslos wie Marmor, ihr Hut zurückgefallen, die