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„Er auch hier! Ist der Mann toll? — sollte nicht seine Furchtihn lehren —"
„Furcht!" unterbrach ihn Job mit kindischer Verachtung —„Ihr könnt Ralph nicht erschrecken! Die Grenadiere konnten ihnnicht schrecken, die leichte Infanterie ihn nicht treffen, obgleich erden ganzen Tag nichts genoß, als den Rauch von ihren Flinten —Ralph ist ein ganzer Krieger!"
„Und er erwartet mich, sagst Du, in deiner Mutter Logis?"
„Job weiß nicht, was Logis ist, aber Ralph ist im altenWaarenhaus."
„Komm denn," sagte Lionel und nahm seinen Hut, „laß unszu ihm gehen — ich muß ihn vor den Folgen seiner eigenen Rasch-heit schützen und sollte es mich auch meine Stelle kosten!"
Indem er noch sprach, verließ er das Zimmer und der Ein-fältige folgte ihm dicht auf den Fersen, sehr zufrieden, daß er seinenAuftrag erfüllt hatte, ohne größere Schwierigkeiten dabei getroffenzu haben. _
Zwölftes Kapitel.
Dieß Schauspiel stellt eine Morbthat vor, die einst in Wien geschah:Gonzago ist des Herzogs Nam', der seines Weibs Baptist«: SolltSeh'n im Augenblick: 's ist gar ein schelmisch Stück.
Hamlet.
Die durch die Ereignisse des Tags herbeigeführte Bewegungund tiefe Gereiztheit hatte sich in der Stadt noch nicht gelegt, alsLionel sich wieder auf ihren engen Gassen fand. Männer eiltenschnell an ihm vorüber, als hätten sie ein nngewöhnliches undWichtiges Geschäft zu verrichten und mehr als einmal bemerkte derjunge Krieger das triumphirende Lächeln der Weiber, wenn sieneugierig aus den halbgeöffneten Fenstern auf die Scene blicktenund die Abzeichen seiner Uniform entdeckten. Starke Truppen-abtheilungen marschirten in verschiedenen Richtungen, wie sich zeigte.