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Es war in dem Benehmen Beider bei diesem Zusammentreffeneine Entfernung bemerkbar, wie man sie leicht als eine Folge derstrengen Regeln der Provinzialschule anschen konnte, von derdie Dame ein so ausgezeichnetes Mitglied war — welche übrigensdennoch nicht hinreichte, um den Ausdruck von Trauer zu erklären,der plötzlich des jungen Mannes Lächeln völlig verfinsterte. DieVeränderung war aber nur vorübergehend, und er antwortete aufihre Versicherung des Wiedererkennens:
„Ich war lange gewöhnt, eine zweite Heimath in der Tremont-straße zu erwarten, theure Madame, und sehe nun durch Ihreschmeichelhafte Rückerinnerung an mich und meine Eltern alle meineErwartungen erfüllt."
Die Dame war sichtlich erfreut durch die Antwort und einLächeln durfte sogar ihre strenge Stirn erheitern.
„Eine Heimath freilich," erwiederte sie, „wenn auch nicht einesolche, wie der Erbe des reichen Hauses Lincoln sie zu besitzen ge-wohnt ist. Befremdend in der That müßte es erscheinen, wenn irgendein Glied dieser geehrten Familie vergessen könnte, das Haupt der-selben mit geziemender Ehrfurcht zu empfangen."
Der junge Mann, der zu fühlen schien, daß gerade so vielgesagt worden, als die Gelegenheit verlangte, erhob sein Haupt,das er auf ihre Hand niedergebeugt hatte, in der Absicht, dieUnterhaltung auf einen weniger persönlichen Gegenstand zu lenken.Da fiel sein Auge auf die Gestalt einer andern und jugendlicherenDame, welche bisher hinter den Falten eines Fenstervvrhangs ver-, borgen gewesen war. Er näherte sich derselben und sagte mit einer
Schnelligkeit, die eher seinen Wunsch verrieth, weitere Kompli-mente abzuschneiden —
„Und hier sehe ich noch Jemand, dem ich verwandt zu sehn dieEhre habe, Miß Dynevor?"
„Zwar ist sie nicht meine Enkelin," sagte Mrs. Lechmere,„doch macht sie auf gleiche Verwandtschaft mit Ihnen Anspruch,Lioncl Lincoln. g