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5 (1836)
Entstehung
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und Forderungen eine solche Höhe erreicht, daß ichkaum im Stande war, meine Entrüstung zu bemei-stcrn und mich zur Willfahrung zu bequemen. Die-ser Streit der Empfindungen ist zu gewaltsam fürmeinen Körper; er führt rasch den schwersten undletzte» Kampf herbei, den ich zu bestehen habe,ehe der Nichtswürdige anfhört zu quälen und derMüde zur Ruhe kommt. Vor einigen Tagen kamich zu einem Entschluß, den ich jetzt ansznführenWillens bin ; er geht dahin: dieß Land zu verlas-sen und auf dem Festland eine Zuflucht zu suchen.Dort werde ich mich Thorntons Verfolgungen undder Gefahr, womit sie mich bedrohen, entziehen;dort werde ich unbekannt und ungestört das Endemeiner Leiden erwarten.

Aber zwei Pflichten blieben mir noch vor mei-ner Abreise zu erfüllen übrig; jetzt habe ich michbeider entledigt. Die eine Obliegenheit hatte ichgegen das gefühlvolle, edle Wesen, das mir seineTheilnahmc und Neigung schenkte; die andre gegenSie. Gestern besuchte ich jene Dame; ich gab ihreinen allgemeinen Umriß der Geschichte, die ichIhnen nach den einzelnen Zügen erzählt habe. Ichzeigte ihr die Oede meines ansgebrannten Her-zens und sprach ihr von der Krankheit, die michverzehrt. Wie schön ist die Liebe des Weibes!Sie würde mir ans Ende der Welt gefolgt seyn,meinen letzten Seufzer anfgcnommen und mich zuder Ruhe, die ich zuletzt finden werde, begleitet