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neu Füßen, ein bewegungsloser, unempfindlicherErdcnkloß, ohne Machtzn beleidigen und zu kränken;cs schien, als ob in dem Augenblick, da mein Arm auf-gehoben war, der göttliche Rächer sein Vorrecht gel-tend gemacht habe; als ob der Engel, der die Affyrerschlug, wieder, obwohl gegen ein niedrigeres Opfersich gewappnet, und während er die Schuld einesmenschlichen Verbrechers strafte, der Rache einesmenschlichen Feindes eine ewige Schranke gesetzt hatte.
Ich stieg ab und beugte mich über den Ermor-deten. Aus meinem Busen zog ich das Gemälde,das mich nie verließ, und badete das leblose Eben-bild Gcrtrudens im Blute ihres Verderbers.Kaum hatte ich dieß gethan, als ich tzufschläge ver-nahm; hastig steckte ich, so meinte ich wenigstens,das Bildnis; in meinen Busen, stieg wieder zuPferd und eilte weg. In dieser Stunde und nochin vielen folgenden hörte bei mir, glaube ich,alles Bewußtscyn auf. Ich war wie ein Mensch,der von einem Traum heimgcsucht wird und unterdessen Einwirkung dahinlcbt; oder wie Einer, denein Gespenst verfolgt, und vor dessen Auge dielebendige und geschäftige Welt wie ein Land we-senloser Gestalten und schwebender Schatten ist,schwanger mit den Ungeheuern der Fiusterniß undden Schrecknissen des Grabs.
Erst am folgenden Tag vermißte ich das Ge-mälde. Ich kehrte an die Stelle zurück, suchte essorgfältig, aber umsonst — das Bild war nicht zu