Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
113
Einzelbild herunterladen
 

miethen. Dank dem Himmel, daß er mir diePein ersparte, jemand von Gertrndcns Verwand-ten zn sehen.

Es war Nacht, als wir das HauS erreichten.Ich hatte in das Zimmer, worin sie sonst geschla-fen hatte, alle die Geräthschaften und Bücherbringen lassen, welche, meinen Erknndigunge» zu-folge, früher darin gewesen waren. Wir legtensic in das Bett, das diese verwelkte lind entstellteGestalt in ihren frühesten und reinsten Jahre»aufgcnommen hatte. Ich versteckte mich in eineEcke des Zimmers und zählte die trägen Minuten,bis das Tageslicht anbrach. Ich übergehe in mei-ner Erzählung die Einzelnheitcn. Der Versuch ge-lang thcilwcise; wollte Gott, es wäre nicht gesche-hen, und sle wäre mit ihrem gräßlichen Geheim-niß stumm in ihr Grab gegangen! aber-"

Hier versagte Glanville die Stimme und nacheinem kurzen Schweigen begann er wieder:

Gertrnde hatte jetzt manche Helle Augen-blicke; aber cs bedurfte immer nur meiner An-wesenheit, um diese in eine wahnsinnige Rase-rei zu verwandeln, worin ihr Geist »och zerrisse-ner schien, als je in ihrer Krankheit. Sie pflegtemit dem fürchterlichsten Geschrei sich von mirloszumachen, ihr Gesicht in den Händen zu ver-bergen und schien, so lang ich im Zimmer blieb,wie von einer übernatürlichen Erscheinung gequältBulwer'S Romane. XI. 8