Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Hier hielt Glanville wieder inne, bemeistertewieder, mit heftiger Anstrengung, seine Bewegungund fuhr fort:

Nie erlaube man sich, auch nur halb laster-haft zu scyn! Nie soll ein Mann die Fülle seinerreineren Zärtlichkeit gegen ein Weib zeigen, das erzu Grund richtet! Nie freue er sich der Güte sei-nes Herzens, wenn er der Selbstsucht schmeichelt!Ein Wüstling, der sein Opfer wahrhaft liebt, isteines der elendesten Wesen. Trotz dem Erfolgund Triumf meiner Leidenschaft, trotz dem er-sten Rausche des Besitzes, und der achteren undtieferen Wonne übereinstimmender Gesinnungen,Empfindungen, Gefühle, wie ich sie zum ersten Malfand; mitten unter den verschwenderischen Ge-nüssen, welche mein Vermögen schaffen konnte, undden wollustvollen, himmlischen Farben, worein Ju-gend, Gesundheit, erste Liebe die Erde kleidet,worauf die Geliebte wandelt, und den Aether,den sie athmet: trotz diesem Allem war ich nichtsweniger als glücklich. Wenn Gertruden's Wangeum einen Grad blässer, ihr Auge minder leuch-tend war: gedachte ich des Opfers, das sie mirgebracht hatte, und wähnte, sie empfinde dasGleiche. Vergebens versicherte sie mich mit derzärtlichen und edelmüthigen Hingebung, die mannur am Weibe findet: meine Liebe scy ihr Ersatzfür Alles; je rührender ihre Zärtlichkeit, um sodurchbohrender waren meine Gewissensbisse. IchBulwer's Romane. Xl. 7