Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
57
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Hauch an einem Spiegel. Obwohl ein Geck, wußteich doch, wie leidenschaftlos die gegen mich ausge-sprochene Theilnahme war; und obwohl ich einWüstling gewesen, wußte ich doch auch wohl, wierein die Freundschaft eines Weibes seyn kann,vorausgesetzt, sie liebe einen Andern.

Ich dankte der Lady Roseville mit Wärme fürihre gute Meinung.Vielleicht," seyte ich hinzu,wenn ich es wagte, mir Ihren Rath zn erbitten,würden Sie mich Ihrer Achtung nicht ganz un-würdig finden."

Mein Rath," antwortete Lady Roseville,würde in der That weniger als unnütz seyn,wenn er sich nicht auf eine gewisse Kenntniß stützenkann, die Ihnen vielleicht abgeht. Sie scheinenerstaunt. Lli Kien hören Sie mich an: SindSie nicht mit Lord Dawton in nicht geringemGrade lürt? Erwarten Sie nicht von Ihm etwasIhrem Rang und Verdienst Entsprechendes?"

Sie überraschen mich in der That," sagte ich.Wie genau mein Verhältnis! mit Lord Dawtonseyn mag, ich hielt cs für ein größeres Geheim-niß, als es jetzt scheint. Ich gestehe jedoch, daßich ein Recht habe, von Lord Dawton, nicht etwaeine Belohnung für geleistete Dienste, aber dochdie Erfüllung von Versprechungen zn erwarten.In dieser Erwartung werde ich, so fange ich anzn glauben, getäuscht werden."

Das werden Sic!" versetzte Lady Roseville.