59
wenn sie mir einmal eine gelegne Zeit widmen,will ich sie erzählen."
„Dank Euch," sagte ich; „indes; muß ich Euchjetzt gute» Morgen wünschen; Euer Weg gehtjetzt rechts. Ich zolle Euch meine besten Dank-sagungen für Eure Herablassung, ein so gleichgül-tiges Individuum, wie mich, zur Gesellschaft an-znnehmen."
„O, reden Sie davon nicht, Euer Ehren,"erwiederte Herr Ivnson. „Ich schätze mirs immerals ein Glück, mit einem Gentleman von Ihremgesunden Menschenverstand zu gehen. Leben Siewohl, Sir! Mochten wir uns wieder sehen!"
Mit diesen Worten schlug Herr Ionson sei-nen nene» Weg ein und wir schieden.
Ich gieng heim, sann über mein Abenteuernach und ergötzte mich an dem Abenteurer. Unge-fähr drei Schritte von meiner Hausthüre wardich im kläglichsten Tone von einem armen altenBettler angesprochcn, dessen Aussehen im höchstenGrad Elend und Krankheit verrieth. Trotz mei-nen staatswirthschaftlichen Grundsätzen ließ ichmich durch einen so jämmerlichen Anblick zumAlmosengeben Hinreißen. Ich steckte die Hand indie Tasch^ — meine Börse war weg, und als ichin der andern suchte — siehe da — mein Hand-tuch, mein Taschenbuch und ein goldnes Armband,das einst der Madame d'Anville gehört hatte,waren verschwunden.