Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
32
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gen hatte. Diese Fuchslöcher umgab ein labyrin-thischer Irrgarten von jenen Runzeln, die mangemeinhin Krähenfüße nennt; tief, verworrennnd durchschnitten sahen flc aus, wie ei» für alleWelt ausgespanntes Gewebe eines Processes vorder Kanzlei. Sonderbar genug war das übrigeAngesicht glatt und ohne Einschnitte; selbst die Li-nien von der Nase nach' den Mundwinkel» , beiMännern seines Alters sonst so tief gezogen, wa-ren kanm auffallender als bei einem Jungen vonachtzehn Jahren.

Sein Lächeln war freimüthig, seine Stimmehell und herzhaft, sein Benehmen offen; weit überseinen anscheinenden Stand hinaus, machte es eini-gen Anspruch sich auf gleichen Fuß zu stellen, ver-längnete jedoch keineswegs den Respekt; aber trotzall diesen in gewisser Art zu seinen Gunsten spre-chenden Punkten, war doch ein schlauer und abge-feimter Ausdruck in seinem verkehrten und lauer-samen Auge und dessen runzlicher Nachbarschaft,der mir, meines Wohlgefallens an meinem Gesell-schafter ungeachtet, Mißtrauen gegen ihn einflößte;vielleicht war er wirklich zu freimüthig, zu ver-traulich, zu unbefangen in seinem Betragen, umnatürlich zu seyn. Ehrliche Leute tauschen baldfür ihre Erfahrungen Zurückhaltung ein. Spitz-buben sind mittheilsam und offen, weil Vertrauenund Offenheit sie nichts kostet. Zum Beschluß derSchilderung meines neuen Bekannten hätte ich