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5 (1836)
Entstehung
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bin, und daß ich ans eigner Erfahrung von Ver-gnügen, Stolz, Befriedigung sprechen könnte,welche mir durch diese Bestrebungen als nicht un-beträchtlicher Zuwachs zu der Summe meinesLebensgenusses zu Theil wurden; aber ich bekenneaufrichtig, daß ich ebenso auch von Täuschung,Kränkung, Niedergeschlagenheit des Geistes undKränklichkeit des Körpers zu leiden hatte, wodurchJenes mehr als ausgewogen wurde. Nach meinerAnsicht verhält es sich so: das Individuum leidetunter seinen Bemühungen, aber seine glücklichenErfolge kommen der Masse zu gut. W i r erntenin müßiger Behaglichkeit, was der Landmann imsauren Schweiße seines Angesichts gesä't hat. DasGenie bewahrte Milton nicht vor Armuth undBlindheit, Tasso nicht vor dem Tollhause, nichtGalileo vor der Inquisition; sie waren die Dulder,aber der Nachwelt blieb der Gewinn. Im Reichder Wissenschaft ist das umgekehrte Verhältniß vonDem, was in der Staatengeschichte gilt: Nicht dieVielen sind für Eine», sondern Einer ist für Vieleda. Weisheit und Genie müssen ihre Märtyrerso gut wie die Religion haben und mit den näm-lichen Wirkungen: Semen ecolesiae est ssnglli»

msir^riiw "). Und diese Betrachtung muß unsüber ihr Mißgeschick zufrieden stellen, denn viel-leicht fanden sie selbst darin hinreichenden Trost.

Das Blut der Märtyrer ist der Samen der Kirche.Bulwer'S Romane. XI. 2