fördern, während sie, bei geeigneter Bildung, dasGute zu Tage fördern würden? Möge» wir nunder Ansicht des Helvetius beipflichten: alle Men-schen werden mit gleicher Bildungsfähigkeit gebo-ren, oder auch nur der Meinung der übrigen Me-tafysiker uns anschließen: Erziehung vermöge deumenschlichen Geist bis zu einem unberechenbarenGrade zu steigern, - Das muß doch als ausgemachtgelten: daß mau richtige Ansichten an die Stellevon falschen setze», und allgemeine Wahrheiten ebevso einleuchtend und annehmbar machen könnte, altallgemeine Irrthümer. Sobald wir Dieß, was dockoffenbar so leicht ist, bei unfern Kindern ausfüh-rcn: wenn wir ihren Geist stärken, statt ihn znverweichlichen; ihren Blick schärfen, statt ihn zuverwirren, dann entfernen wir die schädlichen Fol-gen der Dichtung, und wie wie sie lehren sich de«Messers zn bedienen, ohne sich in die Finger zuschneiden, so können wir sie anleitcn, Nutzen ausErdichtungen zu ziehen, ohne einen Nacktheit da-von befürchten zu müssen. Welcher Filosof hat jeSchaden genommen durch die Lektüre der Erzäh-lungen Crebillon's, durch Moliere's Comödien? Sieverstehen mich also wohl, Herr von G.; meineMeinung ist allerdings, daß die schöne Literatur(wie man sie nennt) dem Obe> flächlichen nach-theilig ist; aber deßwcgen rufe ich nicht: weg mitdieser Literatur! sondern: weg mit der Oberfläch-lichkeit !"
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