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für den Abend. Es hält sehr schwer mit hohe»Personen in Frankreich bekannt zu werden, aberbist Du cs einmal, so ist es nur Dein eigner Feh-ler, wenn Dn nicht ganz vertraut mit ihnen wirst.
Die meisten Engländer haben eine Art Be-denklichkeit und Widerwillen gegen Abend-Besuch!— das ist ganz übel angebracht — die Franzosenschämen sich ihrer selbst nie, wie mir, da bei unsPerson, Familie und Haus nie sich können sehenlassen, wenn sie nicht ausdrücklich für eine Gesell-schaft gerüstet werden.
Bilde Dir nicht ein, die Leichtigkeit französi-scher Sitten sey ganz dasselbe, was bei uns dafürgilt; Dn darfst auf Deinem Sessel nicht die Glie-der strecken, Deine Füße nicht auf einem Stuhlauflegcn, Dich im Gespräch mit Frauen keinenAugenblick vergessen.
Dn hast riel von der Artigkeit der französi-schen Damen gehört, aber vergiß nicht, daß sieauch unendlich mehr Aufmerksamkeit alS die Eng-länderinnen verlangen und daß Du den ganzenGewinn einer monatlangen ununterbrochenen Er-gebenheit durch eine augenblickliche Ungeschliffcnheitverlieren kannst.
Dn wirst, mein Sohn, diese Fingerzeige nichtmißverstehen. Ich setze, wie sich versteht, voraus,daß alle Deine Verbindungen platonischer Art sind.
Dein Vater ist vom Podagra befallen undfürchterlich übelgelaunt und mürrisch; indeß suche