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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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das will ich kühn zu ihren Gunsten behaupten. Ich stelle sie gleichhinter das einst mächtige und jetzt zerstreute Volk der Delaware»von den Bergen. Ach, Kapitän, hättet Ihr so viel Gutes undBöses wie ich in diesen Volksstämmen der Rothhäute gesehen, Ihrwürdet wissen, von welchem Wertste ein wackerer, schlichtgestnnterKrieger ist. Ich weiß, cs gibt Leute, die da sagen und denken,daß ein Indianer nicht viel besser sey, als die Thicre ans diesennackten Prairien. Aber man sey erst selbst ehrlich, wenn maneinen guten Richter über Anderer Ehrlichkeit abgcben will. Gewiß,gewiß, sie kennen ihre Feinde und kümmern sich eben nicht darum,ihnen großes Vertraue» oder Liebe zu erweisen."

Die ächte Natur des Menschen!" erwiederte der Kapitän,und wahrscheinlich fehlt es ihnen an keiner einzigen seiner natür-lichen Eigenschaften."

Nein, nein, es ist nur wenig, was ihnen fehlt von dem, wasdie Natur vcrtheilt. Aber der weiß eben so wenig vom Temperamenteiner Rothhant, der nur Einen Indianer oder nur Einen ihrerStämme gesehen, als der etwas von der Farbe der Federn weiß,der nur Eine Krähe gesehen. Jetzt, Freund Steuermann, lenktdahin das Boot nach jenem niedrigen Sandfleck; und cs soll Euchnicht gereuen."

Weshalb?" fragte Middleton,wir sind gerade mitten imschnellsten Strome, und wenn wir an den Strand treiben, wird esschwer halten, ihn wieder zu gewinnen."

Ihr sollt nicht zu lange warten," erwiederte der alte Mann,indem er mit seiner Hand selbst thätig war, das zu bewirken, waser wünschte. Die Ruderer hatten zu viel von dem Einfluß gesehen,den er über ihren Führer ausübte, um seinen Wünschen jetzt ent-gegen zu seyn, und ehe er noch Zeit gelassen, weiter darüber zuverhandeln, hatte die Spitze des Bootes bereits das Land berührt.

Kapitän," fing der Alte wieder an, indem er seinen kleinenQuersack mit großer Bedächtigkeit losband, und mit einer Miene,