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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
484
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Stamme hinterlaffen, und der Redner, welcher ln den Tagesdebat-ten so friedliche Gesinnungen verrathen, bewies jetzt die alleredelsteHingebung, um die Reliquie eines Mannes, den er nie geliebt,den Händen der offenkundigen Feinde seines Volkes zu entreißen.

Der Erfolg entschied sich für die größere Zahl der Streiter.Nach einem heftigen Kampfe, in welchem alle Häuptlinge an per-sönlichem Muthe und persönlicher Geschicklichkeit Außerordentlichesleisteten, sahen sich die Pawnces genöthigt, in's offene Feld zurück-zuweichcn, dicht von den Sionr gedrängt, die nicht verfehlten jedenFuß breit Landes, den ihnen ihre Feinde ließen, zu besetzen. Hättendie Tetons sich am Rande des hohen Grases gehalten, so wäredie Ehre des Tages aller Wahrscheinlichkeit nach die ihre geblie-ben, trotz des unersetzlichen Verlustes, den sie durch Mahtoree'sTod erlitten. Aber die kühneren Helden der Bande machten sicheines Versehens schuldig, welches das Glück der Schlacht gänzlichwendete, und sie plötzlich aller mühsam errungenen Vortheile beraubte.

Ein Pawneehäuptling war unter zahllosen Wunden gefallen;«er sank dahin ein Ziel für ein Dutzend Pfeile in dem hin-tersten Zuge^seiner zurückweichenden Parthei. Ohne daran zu den-ke», ihren Feinden weiter Schaden zuzufügen, und der Verwegen-heit eines solchen Unternehmens uneingcdenk, sprang jeder Siour-held sogleich mit gellendem Siegsgeschrci herzu, Alle vom Wunschentbrannt, den Leichnam des Todten zu scalpiren, so den höchstenKriegsruhm einerntcnd. Da überfiel sie Hart-Herz mit weuigenauserwählten Kriegern, die alle ebenso von der Begier brannten,die Ehre ihrer Nation von einer so bösen Beschimpfung zu retten.Es war jetzt ein wahres Handgemenge, und Blut fing an stärkerzu fließen. Als die Pawnees sich mit dem geretteten Leichnamzurückgezogen, folgten ihnen die Sionr auf dem Fuße, und endlichbrachen die letzteren insgesammt aus ihrem Versteck hervor, miteinem allgemeinen Geschrei, und bloß physische Uebermacht schienallen Widerstand unnütz zu machen.