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Sonne hinter den Rocky-Mountains untergegangen: dies ist füreinen Loup und dies für einen Siour."
„Teton — nein! Hart-Herz überfiel nie de» Fremden. Siekomme» in seine Hütte und essen, und fie gehen sicher wiederhinaus. Ein mächtiger Häuptling ist ihr Freund! Wenn meinVolk die jungen Leute aufruft, den Kriegspfad zn betreten, istHart-Herz's Moccasin immer der letzte: ist aber einmal sein Dorf,von Bäumen bedeckt, hinter ihm, dann ist sein Moccasin immer dererste. Nein, Teton; sein Arm wird sich nie gegen den Fremden erheben."
„Thor! so stirb mit leeren Händen!" rief Mathoree, indemer einen Pfeil an seinen Bogen legte, und ihn plötzlich in tödtlicherRichtung gerade auf die nackte Brust seines großen und arglosenFeindes losschnellte.
Der verrätherische Teton hatte allzurasch gehandelt und denAugenblick zn gut gewählt, als daß der Pawnee irgend eines dergewöhnlichen Vertheidigungsmittel hätte anwenden können. Sei»Schild hing von der Schulter herab, und sogar der Pfeil war vonseinem Platze sortgeglitten und lag in der hohle» Hand, mit welcherer den Bogen festhielt. Aber das schnelle Auge des Tapfer» hattenoch Zeit genug gewonnen, die Bewegung zu bemerken, und seineBesinnung verließ ihn nicht. Durch einen gewaltigen und scharfenRuck am Zügel bäumte sich sein Roß, indem cs die Vorderschenkelweit in die Luft erhob. Während nun der Reiter den Leib seitwärtsniederbog, diente das Pferd selbst ihm zum Schilde gegen dieGefahr. Indessen war so gut gezielt und der Schuß so stark,daß der Pfeil den Nacken des Thieres seitwärts traf, und durchdie Haut fuhr.
Schneller als der Gedanke flog Hart-Herz's antwortender Pfeildahin. Der Schild des Teton war durchbohrt, aber seine Personunberührt. Einige Augenblicke wechselte unablässig das Klingendes Bogens und das Schwirren der Pfeile, obgleich die Kämpfersich genöthigt sahen, einen großen Theil der Sorgfalt auf die