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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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die argwöhnische» Augen Derer schließen, welche sie selten schließen,wo es was Verruchtes und Grausames gibt. Für'S Erste, so müßtIhr wissen, daß ich allen Grund habe, zu glauben, jener verrä-therische Teton habe einen Befehl zurückgelaffen, uns Alle zuTode zu bringen, sobald er denkt, daß die That im Geheimen undohne Aufsehen geschehen kann."

Großer Himmel! willst Du uns hinschlachten lassen wie wehr-lose Schaafe?"

Still, Kapitän, still! ein heißes Temperament ist nicht dasbeste, wo Schlauheit mehr Noth thut, als Schwertschläge. Ach,der Pawnee ist ein wackerer Junge! Es würde Euch Lust machenzu scheu, wie er sich vom Flusse zurückzieht, um seine Feinde ein-zuladen, daß sie ihn passtren sollen; und doch, wenn mein Augemich nicht täuscht, sind ihrer doch nur Einer gegen Zwei! Aber,wie ich sagte, Hastigkeit und Gedankenlosigkeit bringt niemals wasGutes. Die Sache ist so klar, daß jedes Kind die Einsicht hat.Die Wilden sind nicht einig, wie sie uns behandeln sollen. Einigefürchten uns wegen unserer Farbe und würden uns herzlich gernlaufen lassen, und Andere möchten uns die Gnade erweisen, dieder hungrige Wolf dem Reh erzeigt. Wenn erst Uneinigkeit undWiderstand sich in die Berathungen eines Stammes einschleichen,so ist die Menschlichkeit selten die gewinnende Partei. Seht jetztdiese runzligen und grausamen Heren an doch nein, Ihr könntsie im Liegen nicht sehen, aber dessen ungeachtet sind sie hier, bereitund willig, wie eben so viele grimmige Bärinnen, ihre Lust anuns zu kühlen, sobald die gehörige Zeit dazu gekommen."

Sagt 'mal, alter Herr Jäger," unterbrach ihn Paul aufseine gewohnte, etwas bittere Weise,erzählt Ihr uns das alleszu unserem oder zu Eurem Vergnügen! Wenn's bloß zu unsrigemist, so könnt Ihr Euch immer den Athem sparen zu Eurem nächstenWettrennen, da ich beinahe an den Possen schon erstickt bin."

Die Prairie. 3. Aufl. 30