eingehüllt in die herkömmlichen Riemen von Fellen und Rinde,welche die Windeln eines indianischen Kindes ausmachen.
Als Mahtoree und der Wildsteller in die Thüröffnung traten,saß das junge Siourweib eben auf einem einfachen Stuhle, indemsie ihre sanften Augen, mit Blicken, die zwischen den Regungender Liebe und Bewunderung getheilt waren, von dem unschuldigenKinde zu beiden seltenen Geschöpfen hinwandte, die ihr jugendlichesGemüth mit solcher staunenden Verwunderung erfüllt hatten.Obgleich sie Jnez und Ellen schon einen ganzen Tag betrachtet,schien eS doch, als wachse ihre Neugier, so oft sie wieder zu ihnenHinblicke. Sie betrachtete sie als Wesen von ganz verschiedenerNatur und Beschaffenheit, als alle Weiber in der Prairic. Sogardas Geheimnißvolle ihres zusammengesetzten Anzuges übte einengroßen Einfluß aus auf ihren einfachen Geist, wiewohl es docheigentlich der Reiz und die Aumuth, die auf Jedermann und jedesVolk wirken, war, welche auch hier vor allem ihre Aufmerksamkeitgefesselt hielt. Doch während ihr offenes Gemüth willig dieVorzüge der Fremden über die minderen Reize der Dahcotahmädchenanerkannte, hatte sie keinen Grund gefunden, ihnen diese Vorzügezu mißgönnen. Der Besuch, welchen sie jetzt empfangen sollte,war der erste, welchen ihr Gatte seit der Rückkehr vom letztenStreifzuge in dem Zelte machte, und er schwebte ihr noch immerals der glückliche Krieger vor, der zu Zeiten der Ruhe sich nichtscheute, den sanfteren Gefühlen eines Vaters und Gatten Lust zumachen.
Wir haben uns überall bemüht, zu zeigen, wie Mahtoree,obgleich in allen wesentlichen Stücken ein echter Krieger derPrairien, doch seinem Volke in allen Künsten und Fertigkeiten,welche man als das Morgengrauen der Civilisation ansehcn kann,weit voraus war. Häufig war er mit den Krämern und Streif-parthien aus den Canadas zusammengekommen, und sein Verkehrmit diesen hatte manche jener wilden und rohen Ansichten, die ihm