kann Niemand zweifeln, der die Liebe kennt, welche die Rothhäutefür die Bleichen-Gesichter hegen; aber sie haben unsere Volksmengeso weit gezählt, als ihnen das Gedächtnis reicht, und sie sind garnicht ohne Politik. Deshalb ist unser Schicksal immer noch nichtbestimmt ausgemacht; nur fürchte ich, daß für den armen Pawneekeine Hoffnung übrig ist."
Als der alte Mann schloß, ging er langsam zu Dem, vonwelchem er zuletzt gesprochen, und stellte sich nicht weit von ihmhin. Hier stand er still, indem er solch' ein ehrfurchtsvollesSchweigen beobachtete, wie es sich in Gegenwart eines Häuptlingsund noch dazu eines in der Lage, wie sein gefangener Genosse,schickte. Aber Hart-Hcrz's Auge war auf die Ferne gerichtet, undsein Blick verricth, daß seine Gedanken weit vom gegenwärtigenAuftritt entfernt waren.
„Die Siour halten Rath über meinen Bruder," bemerkte derWildsteller zuletzt, als er fand, daß er nur durch Sprechen dieAufmerksamkeit des Andern anziehen könne.
Der junge Krieger wandte den Kopf um, indem er mit ruhi-gem Lächeln antwortete:
„Sie zählen die Sealpc über Hart-Herz's Wohnung!"
„Gewiß, gewiß, sie werden warm, wenn sie an die Zahl derTetonS denken, die Ihr erschlagen, und besser wäre es jetzt fürEuch, wenn Ihr Eure Tage mehr auf die Jagd der Hirsche, alsauf den Krieg verwendet hättet. Dann möchte Euch irgend einekinderlose Mutter dieses Stammes an Sohnes Statt aunehmc»,und Ihr könntet Eure Tage in Frieden verleben."
„Glaubt mein Vater, daß ein Krieger jemals sterben könne!Der Herr des Lebens öffnet seine Hand nicht, um seine Gabenwieder hinweg zu nehmen. Wenn derselbe seiner jungen Leute be-darf, so ruft er sie, und sie gehen. Aber der Rothe, der einmalgelebt hat, lebt für immer."
„Ach, das ist ein trostreicherer und demüthigerer Glaube, als