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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
392
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rühmenswerthen Tugend der Geduld nachzuahmen. Selten sprachensie, und wen» es geschah, war es eine kurze, verächtliche Bemerkung,welche nur dazu diente, das physische Uebergewicht eines Weißenüber einen Indianer in das gehörige Licht zu setzen. Kurz, dieGlieder von Jsmael's Familie schienen jetzt in vollem Genuß einesruhigen Zustandes, dessen Nnthätigkeit ihnen behagte, in den sichaber doch die Ahnung einer Zukunft mischte, die nicht ohne Gefahrfür ihre Sicherheit durch einen verrätherischen Einbruch der Tctonswar. Nur Abiram bildete eine Ausnahme in diesem Zustandezweideutiger Ruhe.

Während eines Lebens, unter tausend schändlichen und nieder-trächtigen Handlungen verbracht, war der Sinn des Seelenver-käufers endlich verhärtet und stark genug geworden, das verzweif-^lungsvolle Abenteuer zu wagen, womit wir im Laufe unsererErzählung den Leser bekannt gemacht haben. Sein Einfluß überJsmael'S kühner», aber weniger thätigen Geist war keineswegcsbedeutend, und wäre der Letztere nicht plötzlich von einem frucht-baren Grund und Boden vertrieben worden, den er mit der Absicht,ihn zu behalten, aber ohne die gesetzlichen Formen zu beachten, inBesitz genommen, so würde Jener nie den Mann seiner Schwesterzu einem Unternehme» bethört haben, welches so viel Entschlossen-heit und Vorausüberlegung erforderte. Wir kennen den frühemglücklichen Erfolg und das darauf folgende Umschlagen, und jetztsaß Abiram abseits, bei sich überschlagend, wie er die Vorthcileeines Unternehmens sich sichern könne, welches, das sah er Wohlein, jeden Augenblick ungewisser wurde, indem Mahtoree's Bewun-derung für den unglückliche» Gegenstand seines Raubes mit jedemAugenblicke wuchs. Doch lassen wir ihn grübeln und sinnen, undgehen dafür zur Beschreibung gewisser anderer Personen unseresDrama's über.

Hauptsächlich muß hier ein Winkel des Gemäldes bemerktwerden. Auf einer kleinen Bank an der äußersten Rechten der