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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
383
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wiesen worden war, hindurch zu gehen. Der Doktor war so eiligbei seinem Rückzüge gewesen, daß er die Freunde schon eingeholthatte, und so waren alle Flüchtlinge bald abermals beisammen.

Der Wildsteller sah sich jetzt nach einem geeigneten Platze um,wo die ganze Gesellschaft fünf oder sechs Stunden, wie er stehausdrückte, anhalten könnte.

Anhalten!" rief der Doktor, als der drohende Vorschlag inseine Ohren tönte.Verehrungswerther Wildstellcr, es möchte imGegentheil gut scheinen, daß man mehrere Tage in ununterbroche-ner Flucht zubrächte."

Middleton und Paul waren beide dieser Meinung, und jederdrückte sie ans eigene Weise ans.

Der alte Mann hörte sie ruhig an, schüttelte aber den Kopf,wie Jemand, der nicht überzeugt war, und bean rw ortete dann alleihre Gründe durch folgende Rede.

Weßhalb sollen wir fliehen?" fragte er.Können die Füßesterblicher Männer flüchtige Pferde überbicten! Denkt Ihr, dieTetons werden liegen bleiben und schlafen? werden sie nicht überdas Wasser gehen und unsere Spur suchen? Dank dem Himmel,daß sie in diesem zweiten Strome abgewaschen ist, und daß, wennwir den Platz mit aller Vorsicht verlassen, wir die Siour vielleichtnoch täuschen können. Aber eine Prairie ist kein Wald. Dort kannein Mann lange reisen, um nichts bekümmert, als um die Tritteseiner Moccasins, die er hinter sich läßt, wogegen in diesen offenenStrichen man z. B. von jenem Hügel herab nach allen SeitenHinschauen kann, gleich dem Habicht, der auf seine Beute lauert.Nein, nein, die Nacht muß komme», und die Finsterniß uns ver-hüllen, ehe wir diesen Ort verlassen. Doch wir wollen auf dieWorte des Pawnee hören ; der Junge hat Verstand, und ich wette,er hat schon manchmal mit den Siour eine» Wettlauf angestellt.Glaubt mein Bruder," wandte er sich an den Indianer in dessenSprache,daß unsere Spur schwer genug zu finden ist?"