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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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Hat das Bleichgesicht den Häuptling meines Stammes gesehen?"

Niemals. Es ist nicht mehr mit mir, wie rwr vierzig Jahren,als Krieg und Blutvergießen mein Theil, mein Beruf und meineGabe war!"

Ein lauter Ausruf des sonst so sorglosen Paul unterbrach hierdas Gespräch. In demselben Augenblick trat er vor, einen IndianischenKriegsrenner aus einem Theil des Dickichts nach sich ziehend.

Hier," sprach er,ist ein Pferd, für die gespreizten Beineeiner Rothhaut!" Zugleich schnalzte er mit der Zunge, um dasThier wilder vorschreiten zu lassen, und fuhr fort:In ganz Ken-tucky kann sich kein Brigadier eines so schneckenglatten wohlgebautenKleppers rühmen. Dazu ein Spanischer Sattel, dessen sich keinMerikauischer Grande zu schämen hätte! Schaut die Mähne undden Schweif, gestochten und belegt mit kleinen Silberkugeln, alshätte Ellen selbst ihr schönes, glattes Haar zum Feste und fröhlichenReigen geschmückt! Alter Wildsteller, ist das nicht ein prächtigerTraber, zu prächtig, um aus der Krippe eines Wilden zu fressen?"

Gemach, Junge, gemach! Die Loups sind bekannt und be-rühmt durch ihre Pferde. Nicht selten sicht man einen Krieger derPrairien besser beritten, als ein Congreßmitglied in den Nieder-lassungen. Ich muß aber gestehen, dicß Pferd verdient einen Häupt-ling, sonst keinen, zu tragen. Der Sattel, wie Ihr richtig bemerkthabt, hat gewiß einem große» Spanischen Feldhauptmann gehört,der ihn und zugleich das Leben in einer der Schlachte» ver-loren, welche die Indianer oft in den südlichen Provinzen liefern.Ich zweifle keinen Augenblick, dieser junge Mann hier ist der Sohneines Häuptlings, vielleicht der Sohn des mächtigen Hart-Herz selbst!"

Während dieser rohen Unterbrechung des Gesprächs mit demIndianer hatte der junge Pawnee kein Zeichen, weder der Ungeduldnoch des Mißvergnügens gegeben; nur als er fand, daß sein Thierlange genug der Gegenstand der Besprechung gewesen war, nahmer kaltblütig, und wie Einer, der gewohnt ist, seinen Willen ohne