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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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zu lassen, daß man ihn aushole» wolle. Bei diesem Wettstreit,wo Schlauheit, Besonnenheit und Vorsicht ans beiden Theileugleich groß waren, ließ sich, wie man denken kann, nichts erzielen.Der Wiidsteller legte in seine Erkundigungen so viel Einfalt undanscheinende Gleichgültigkeit als möglich: er fragte nach dem Zu-stande des Stammes der Lonps, nach ihren Ernten und Einsamm-lungen, nach dem Bestand ihrer Wintervorräthe, nach ihren Ver-bindungen mit den anstoßenden Kriegerstämmcu; konnte aber keineeinzige Antwort hervorlocken, welche ihm über das Auftreten deseinzelnen Kriegers, und über seine weite Entfernung von seinemVolke Licht hätte geben können. Dieser hingegen schien in seineFragen mehr Würde und weniger eigentliche Neugier legen zuwollen: sie waren aber im Grunde eben so sein angelegt. Ererkundigte sich nach dem Zustand des Pelzhandels, sprach von denguten und schlechten Erfolgen der weißen Jäger, denen er selbstbegegnet sey, oder von denen er gehört habe, und erwähnte auchden rüstigen Marsch, welchen die Nation seines Großen Vaters -denn so benannte er äußerst vorsichtig die Regierung der Vereinig-ten Staaten im Begriff sey, in die Jagdgegenden seinesStammes zu unternehmen. Aus dem sonderbaren Gemisch vonTheilnabme, Verachtung und Unwillen, welches gelegentlich unterder Zurückhaltung des jungen Kriegers hervorschimmerte, ließ sichjedoch abnehmen, daß ihm das fremde Volk, welches sich widerden Willen der Eingcborncn in den Besitz des Landes setzen wollte,mehr von, Hörensagen, als durch eignen Verkehr mit demselbenbekannt war. Die persönliche Unkenntniß der Weißen verrietst sichvorzüglich durch die Art und Weise, mit welcher er den weiblichenTheil des ihm gegenüberstchenden Hausens betrachtete, und durchdie kurzen aber kräftigen Ausdrücke, die ihm alsdann entfielen.

Während er mit dem alten Jäger sprach, ließ er seine glän-zenden Augen ans den geistvollen, und dabei fast noch kindlichenZügen der schönen Jnez umherschweifen, wie Einer, der eine«