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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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Der Indianer, von dem hier die Rede ist, war in jeder Hin-sicht eine Kriegerstatnr von vorzüglich schönem Baue und demvollkommensten Ebenmaß. Als er seine Decke, bestehend aus denvielfarbigen Blättern, die er in der Eil um sich gesammelt, abge-legt hatte, erschien er in aller Würde, allein Nachdruck, und wirmöchten sagen, in aller Furchtbarkeit seines Handwerks. DieGrundzüge seines Gesichts waren edel, und erinnerten an die Rö-mischen; nur die Ncbenumrisse wichen davon ab, und näherten sichden wohlbekannten Spuren Asiatischen Ursprungs. Die natürlicheTinte der Haut, an sich schon so geeignet, die Kraft des martiali-schen Ausdrucks zu erhöhen, erhielt einen neuen Zusatz von Wild-heit und Furchtbarkeit durch die Farben der Krieger-Malerei.Aber, gerade als ob er es verschmähte, sich der gewöhnlichenKunstgriffe seines Volkes zu bedienen, trug er keines der seltsamenSchreckenszeichen,. womit die Söhne des Waldes gleich dengebildeteren Helden des Schnurrbartes gewohnt sind, ihrenMuth zu beurkunden; er begnügte sich mit einem breiten, tiefen,schwarzen, beschattenden Strich, der mit dem Glanze seiner natür-lichen schwarzbraunen Farbe hinreichend und effektvoll abstach.Sein Haupthaar war, wie gewöhnlich, bis auf den Schopf in derMitte abgeschoren, und dieser strotzende, kräftige, mnthathmendeHaarbüschel schien dem Griffe seiner Feinde Trotz zu bieten. DieZierrathen, welche ihm zur FricdenSzcit von den Ohren hingen,waren weggeschafft, weil sie zu seiner jetzigen Bestimmung nichtpaßten. Ohngeachtet die Jahreszeit weit herangcrückt war, truger sich fast nackt; über den obern Theil seines Körpers war nureine leichte, fein zubereitete Hirschhant geworfen, verziert mit dergroben Zeichnung einer seiner kühnen muthvollen Kriegsthaten,und nachlässig um ihn hangend, mehr zur Schau und aus Stolz,als ans unmännlichem Bedürfniß von Bedeckung und Wärme.Seine Hüfthosen waren von leuchtendem Scharlachtuch der ein-zige Beweis an seiner ganzen Person, daß er mit den Händlern