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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
216
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des reichen Pflanzers, und bald freute er sich eben so sehr, alsseine Tochter, wenn das Klopfen an die Thür ihnen dis Ankunftdes angenehmen Gastes verkündigte.

Wir halten es für nnnöthig, bei dem Eindruck zu verweilen,welchen die Reize der jungen Jnez auf den fremden Krieger mach-ten, und den Gang unserer Erzählung mit der Beschreibung desallmählichen Eingangs anfznhalten, welchen sein einnehmendes We-sen, seine männliche Schönheit und seine beharrliche Aufwartung indem gefühlvollen, romantische», warmen Herzen eines eingezogenen,sechzehnjährigen Mädchens fand. Es reicht zu unserer Absicht hin,zu sagen, daß sie einander liebten, daß der junge Mann nichtscheute, sich zu entdecken, daß seine Erklärung bald über die Be-denklichkeiten des Mädchens, dann auch freilich nicht ohne großeMühe über die Einwürfe des Vaters siegte, und baß »och ehedie Provinz Louisiana sechs Monate im Besitz der VereinigtenStaaten gewesen, unser Offizier der glückliche Verlobte der reich-sten Erbin am Missisippi war.

So sehr wir auch dem Leser zutraueu, daß er sich die Artund Weise denken werde, wie die Sache so weit gediehen sey, undnur hierbei der gewöhnliche Gang befolgt worden, so darf er jedochnicht glauben, daß Middleton's Triumph über die Vorurtheile desVaters oder selbst der Tochter, so gar leicht gewesen sey. DieGlaubensverschiedenheit hatte hier einen starken, fast nicht von derStelle zu rückenden Riegel vorgeschoben. Der junge Mann mußtesich mit aller ihm zu Gebote stehenden Geduld einem furchtbarenVersuche unterwerfen, welchen der an ihn abgesandte Pater Igna-tius zu machen beauftragt war, nämlich dem Bekehrungsver-suche. Der würdige Priester ging dabei systematisch, kräftig, be-harrlich zu Werke. Ein Dutzend Mal (so oft nämlich Jnez'ssylphenartige Gestalt wie ein Feenbild dem Liebenden vor Augenschwebte, und ihr Licht über die Conferenzen ausgoß) schmeicheltesich der gute Pater, er stehe schon auf dem Gipfel seines Sieges