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verkrochen und sich fest an sie schmiegten. Sie versuchte sich einesder Beispiele weiblichen Mnthes in das Gedächtniß zu rufen,wovon sie erzählen gehört hatte, und deren die Geschichte derwestlichen Grenze so manche erwähnt. Hier war von einem ein-zigcn Manne, im Beistände von drei oder vier Frauen, ein Pfahl-werk mehrere Tage hindurch gegen einhundert Feinde tapfer ver°theidiget worden. Dort hatten Weiber allein den Muth gehabt,die Kinder und das zurückgclassene Eigeuthnm ihrer Männer zubeschützen. Eine dritte Geschichte erzählte von einem einzelnenentschlossenen Frauenzimmer, welches, schon gefangen, ihre schla-fenden Wächter ermordete, stind sich mit einem Häufchen kleinerhnlfloser Kinder in Freiheit setzte. Letzteres war ungefähr derFall und die Lage, worin sich Ellen mit den Kleinen befand.Mit feurigen Wangen und flammenden Augen sprach sie sich selbstMuth ein, und begann »achzndenkcn, daß und wie sie sich zuvertheidigen habe.
Sie stellte die größeren unter den Mädchen au die Unter-lagen, welche den Felsstücken zur Haltung dienten, um sie aufgegebenes Zeichen wegzuziehen, und die Stücke Herabrollen zulassen. Die Schwächeren wurden mehr dazu bestimmt, sich zuzeigen, als daß man wirkliche Dienste von ihnen hätte erwartenkönnen. Sie selbst, der Leiter und Anführer des Ganzen machtees wie Andere ihresgleichen, und stellte sich als Anordner, Befehls-haber, Oberanfseher und Ermuthiger der klebrigen auf. Nachdemalle Anstalten getroffen waren, gab sie sich das Ansehen der Ruhe,welche den Erfolg unerschrocken abwartet, damit sie auch ihrenUntergebenen Muth mache und Vertrauen eiuflöße.
Obschon Ellen in Hinsicht des Geistes, der sich auf moralischeEigenschaften gründet, einen großen Vorsprung hatte, so kam sieauf einer andern Seite, keineswegs den beiden ältesten Töchternin Etwas bei, was ein eben so nothwendiges Erforderniß imKriege betrifft, nemlich in der Gleichgültigkeit gegen die Gefahr.