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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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oft die liebende Muiter sich über dem schlafende Kinde herüber-beugen und die kleinen Züge mit der zärtlichen Hand leise berührengesehen. Dann aber mit einem Male von dem empörenden Geschäftaufschreckend, zog sie die Hände ab, schlug sie in die Runde umsich, tappte umher, als suche sie ein vergebliches Mittel gegen dengewaltsamen Schlag, der sie so plötzlich des Kindes beraubte, aufwelches sie nicht nur ihre größte Hoffnung, sondern ihren ganzenmütterlichen Stolz gesetzt hatte. Während sie auf diese unbegreif-liche Weise beschäftigt war, drehte sich der sonst so schläfrige Abnervon ihr ab, und von ungewohnten Gefühlei», die sich in seinerKehle zum Ausbruch sammelten, halb erstickt, bemerkte er:

Mutter meint gewiß, wir sollen die Zeichen aufsuchen, welcheuns Licht geben können, wie Asa um's Leben gekommen ist."

O," rief JSmael,sein Tod ist das Werk der verfluchtenSiour! Zweimal haben sie mich tief in ihre Schuld gesetzt: dasdritte Mal soll die Rechnung abgeschlossen werden!"

Mit dieser scheinbaren Erklärung nicht ganz zufrieden,vielleicht aber auch heimlich wünschend, die Augen von einemSchauspiel abzuzieheu, welches in ihren trägen Herzen so außer-ordentliche, ungewohnte Gefühle hervorbrachte, zogen sich die Sühnevon der Mutter und dem Leichname etwas zurück, um die Nachfor-schungen anzufangen, welche jene so beharrlich zu verlangen unddurch ihre Bewegungen zu gebieten schien. Jsmael war's zufrieden,folgte sogar den Kindern, doch mehr wie Einer, der eitlen Wünschennachgibt, denen sich nicht füglich widersprechen läßt, als wie Einer,der sich einen Erfolg davon verspricht. Die jungen Leute waren,bei ihrer übrigen Geistesbeschränktheit, in Allem, was sich ans ihreLebensweise bezog, so wohlerfahren, daß sie eine Untersuchung, wiediese, wo es so sehr auf Zeichen und Spuren, die mit dem Jagd-wesen in Verbindung standen, ankam, mit Scharfsinn und Geschickanstellen konnten. Und so geschah es denn auch, daß sic das trau-rige Geschäft mit Fertigkeit und Einsicht betrieben.