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unmöglich. Sie verharrte auf ihrem Posten, und horchte mit derArt von Instinkt, welche den an Bildung nur wenige Stufen unterihr stehenden Thieren eigen ist, auf jedes kleine Geräusch, welchesdie Annäherung von Fußtritten verkünde» möchte. Zuletzt schienenihre Wünsche in Erfüllung zu gehen; denn die lang ersehnten Tönewaren deutlich zu hören, und jetzt unterschied sie dicht am Fußedes Felsens die dunkle Gestalt eines Mannes.
„Nun, Nsa, heut verdienst Du 'mal mit vollem Recht dieganze liebe Nacht auf der Erde zu liegen!" fing die Frau au zumurmeln, mit einer plötzlichen Umwandlung ihrer Gefühle, welcheallen mit den Widersprüchen im menschlichen Charakter Vertrautennicht befremdend sehn kann. „Und ich wünschte Dir, sic wäre rechthart! He da, Abner!. Abner! Hörst Du! Abuer, schläfst Du?Daß Du dich nicht unterstehst, den Schlagbaum zu öffnen, bis ichrunter bin! Ich will wisse», wer es ist, der eine friedliche,eine ehrliche Familie dazu, in ihrer Ruhe stört und in solcherNacht wie diese!"
„Weib!" cntgegnete unten eine Stimme, die etwas polterteund prahlen wollte, während doch der Sprecher offenbar zugleichan die möglichen Übeln Folgen dachte. „Weib, ich verbiete Euchim Namen des Gesetzes, irgend eines.Eurer feindlichen Wurfge-räthe hcrabzusenden. Ich bin ein Bürger und ein Freisaß, undgradnirt auf zwei Universitäten, und bestehe auf meine Rechte!Hütet Euch vor Schaden aus Vorbedacht, vor imputirtem undcasuellem, und vor Todtschlag. Ich bin es ja, Ich, Euer Amiens,ein Freund und Miteinsaß, Ich — Doktor Obed Battius."
„Was!" fragte Esther mit einer Stimme, die kaum ansreichte,ihre Worte bis zu den Ohren des aufmerksamen Lauschers nutenhinabzutragen. „Sagtet Ihr, es sey nicht Asa?"
„Nein; ich bin weder Asa, noch Absalom, noch ein anderervon den Hebräischen Prinzen, sondern Obed, die Wurzel und derStamm von ihnen allen. Weib, habe ich Euch denn nicht gesagt,