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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
150
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reinste Waffer, das vom Felsen tränst. Zeh erinnere mich ihrernoch ganz gut. Sehr gut erinnere ich mich ihrer!"

Des Jünglings Lippe verzog sich hier ein wenig, und ersah den alten Mann mit einem Blicke an, aus dem man ungefähreine Erklärung hcrauslescn konnte des Inhalts: daß er eben nichtdieselbe Erinnerung von seiner ehrwürdigen und ehrenwerthenNorfahrin habe, obgleich er es nicht für nöthig achtete, dieß auchin Worten auszuspreche». Er begnügte sich zu antworten:

Beide hatten zu lebendige Eindrücke der Gefahren, welchesic überstanden, um die Erinnerung irgend eines ihrer damaligenGefährten zu verlieren."

Der Wildsteller blickte beiseite, und schien mit irgend einemtiefen Gefühle zu kämpfen; dann fuhr er, wieder zum Anderngewendet, fort, wiewohl seine ehrlichen Augen nicht länger mitderselben offenen Theilnahme, wie zuvor, auf dem Antlitz desjungen Mannes ruhten:

Erzählte er Euch denn von jene» Allen? Waren sie AlleRothhäute, bis auf ihn und Munro's Töchter?"

Nein. Es war auch ein weißer Mann bei den Delaware»;ein Kundschafter der englischen Armee, aber aus den Provinzengebürtig."

Ein trunkener, unnützer Vagabond, wie die Meisten seinerFarbe, die einmal unter den Wilden leben, nicht wahr?"

Alter Mann, Euer graues Haar sollte Euch doch vorsichtigmachen vor der Verleumdung. Der Mann, von dem ich spreche,war einfachen Sinnes, aber großen Wertstes. Unähnlich den mei-sten von Denen, die an den Grenze» leben, vereinigte er die besserenEigenschaften der beiden Völker, statt ihrer schlechten. Er hattevon der Natur die seltenste und vielleicht die höchste Gabe erhalten,er konnte das Gute vom Bösen unterscheiden. Seine Tugendenentsprangen alle aus seinen einfachen Sitten, und nur aus derselbenedlen Quelle kamen seine Vorurthcile. Im Muthe stand er nicht