er gefunden, daß kein Gedanke sey, an irgend etwas Heimtückischesoder Schlechtes, gab er sich ohne Rückhalt hin.
„Gebt's hübsch allmählig dem Wildstellcr, und mit recht ver-blümten Redensarten," sagte Paul, indem er sehr ruhig seinenPlatz an der andern Seite des jungen Soldaten einnahm. „Esist einmal die Mode des Alters, sich an solchen verjährten Tradi-tionen zu ergötzen, und was das betrifft, muß ich sagen, liebe iches auch ganz erstaunlich, darauf zu horchen."
Middleton lächelte wieder und vielleicht mit einer Art Spott;aber gutmüthig sich zum Wildsteller wendend, fuhr er fort:
„Es ist eine lange und könnte vielleicht eine traurige Geschichtewerden; Blutvergießen und alle die Schrecken der IndianischenGrausamkeit sind furchtbar in die Geschichte vermengt."
„Nun, immer frisch heraus, Fremder," fuhr Paul fort; „daransind wir in Kentucky gewöhnt, und ich muß gestch'n, für michwird eine Geschichte deßhalb nicht schlechter, weil ein Paar Scal-pirunge» darin Vorkommen."
„Aber er erzählte Euch von Uncas, nicht wahr?" fing derWildsteller wieder an, ohne sich um die kleinen Unterbrechungen desBienenjägers zu kümmern, die nur hie und da unbedeutende Epi-soden bildeten. „Und was dachte und sprach er von ihm ....so in seinem Zimmer, mit allen Bequemlichkeiten und aller Wohl-habenheit der Ansiedelungen zur Hand?"
„Ei, er sprach wohl gerade so, wie er in den Wäldern würdegesprochen haben, wenn er sich dort mit seinem Freunde zusammengefunden hätte . . ."
„Nannte er den Wilde» seinen Freund? Den armen, nackten,gemalten Krieger! Und er war nicht zu stolz, den Indianer seinen,Freund zu nennen?"
„Ei, er rühmte sich sogar der Verbindung, und gab, wie Ihrschon gehört habt, seinem Erstgebornen einen Namen, der wie einErbstück auf alle seine Nachkommen übergehen soll."