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Es w.ir deshalb nicht gerade etwas Ungewöhnliches, daßFremde sich in den endlosen Wüsten des Westens begegneten. AusAnzeigen, die ein ungeübtes Auge ganz unbeachtet gelassen hätte,wußte der Grenzbewohner, wenn Jemand seinesgleichen in derNähe war, und er mied oder näherte sich dem Andern, wie sichdies am besten mit seinen Launen oder seinem Vorthejl vertrug.Größtentheils ging es bei diesen Zusammenkünften friedlich her;denn die Weißen hatten einen gemeinschaftlichen Feind in den altenund vielleicht berechtigteren Einwohnern dieser Gegenden zu fürch-ten; jedoch war es auch gar nicht selten, daß Eifersucht und Hab-gier diese Zusammenkünfte in Schlachtfelder des Verraths undder Ruchlosigkeit verwandelten. Wenn daher zwei Jäger in derAmerikanischen Wüste, wie wir auch zuweilen diese Gegend nennenmögen, sich begegneten, so geschah dies auf die argwöhnische undvorsichtige Weise, wie zwei Fahrzeuge in einem durch Piraten un-sicher» Meere zusammenstoßen. Während keiner von Beiden durchgezeigtes Mißtrauen seine Schwäche verrathen will, will doch auchkeiner irgend einen zutraulichen Schritt thun, von dem der Rück-schritt schwer werden möchte.
In dieser Weise erfolgte auch die gegenwärtige Zusammen-kunft. Der Fremde kam bedachtsam näher, indem er seine Augenfest auf die Bewegungen der Anderen gerichtet hielt, während ermit Absicht kleine Schwierigkeiten aufsuchte, eine zu hastige An-näherung zu vermeiden. Von der andern Seite stand Paul, undspielte mit seinem Flintenriem, viel zu stolz, um irgend Anscheinzu geben, daß drei Menschen sich vor einem Einzelnen fürchtenkönnten, und doch zu klug, um gänzlich die nöthigen Vorsichts-maßregeln außer Acht zu lassen. Der Hauptgrund, weshalb diebeiden berechtigten Eigenthümer des Schmauses einen so merklichen
anführen, daß Bison lind Büffel sich auch in der Art unterscheiden, daß da»Fleisch der erstcrcn zu der schniackhastesten und nahrungsreichstcn Kostgehört, während das der letzteren kaum eßbar ist.