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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
120
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gefährlich nur in Momenten, und von zn trägem Blute, um dauerndwild zu bleiben.

So Land es nicht mit Abiram. So lange es den Anscheinhatte, als könne es zn einem persönlichen Kampfe kommen, nämlichzwischen ihm und seinem kolossalen Neffen, malte sich augenscheinlichdie Furcht in seinen Gesichtszügen; jetzt aber, wo die Autoritätund die gigantische Kraft des Vaters sich zwischen ihn und denAngreifer gestellt, ging sein Gesicht von der Todtenbläffe in einBlauroth über, welches ausdrückte, wie tief ihn i» der Brust diezugefügte Beleidigung wurme. Er schwieg jedoch eben so gut, alsAsa auf die Entscheidung des Auswanderers, und es schien, alswäre die Eintracht unter einem Häuflein Geschöpfe wieder herge-stellt, welche durch keine mächtigere Verpflichtungen zusammen ge-halten wurden, als das schwache Gewebe der Autorität, mit welcheres Jsmael gelungen, seine unruhigen Söhne zu umspinnen.

Eine Wirkung hatte doch der Zank gehabt; er hatte dieGedanken der jungen Leute von der neuen Erscheinung abgelenkt.Mit dem auf das Verschwinden der schönen Fremden erfolgendenStreite schien auch jede Erinnerung an ihr Daseyn verschwunden.Freilich wurden einige geheime Berathungen hie und da gehalten,wo die Richtung der Augen aller Sprechenden genugsam den Ge-genstand verriethen; aber diese drohenden Anzeichen verschwandenbald genug, und die Gesellschaft zersplitterte sich wieder in ihregewöhnliche träge und verdrossen schweigende Gruppe».

Ich will auf den Fels steigen, Burschen, und nach den Wildenausschauen," sagte Jsmael kurz darauf, indem er sich zu denSöhne» mit einer Miene wandte, welche, trotz ihrer Entschlossenheit,zugleich wie zur Versöhnung stimmend, gelten sollte.Wenn nichtszu fürchten ist, so wollen wir in's Freie hinaus; der Tag ist zugut, um ihn mit Worten zu verlieren, wie Stadtweiber beim Theeund Zuckerkuchen."

Ohne auf ihre Zustimmung oder Einwürfe zu warten, schritt