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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
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Kinder auf und nieder, und Herten nicht auf, sich in wildem undschrankenlosem Geschrei zu ergötzen.

Mitten in diesem Tumulte hörte mau einen Ton, ähnlich dem,wie wenn man den Anzng einer Heerde Büffel erwartet, und dannsah man plötzlich alles Vieh Jsmaels in wilder Unordnung undAngst ansbrechen.

Sie haben den Jsmacl, den Squatter,* seines Viehs be-raubt," sagte der aufmerksame Wildsteller.Die Schlangen habenihn ganz hilflos wie einen Biber zurückgelaffen!" Er sprach noch,als die ganze Masse der erschreckten Thiere den kleinen Abhangerstieg, und am Platze, wo er stand, vorbeifegte, von einer Bandefinsterer, dämonartiger Gestalten dicht hinter ihnen verfolgt.

Der Drang theilte sich den Tetonpferden mit, die immer ge-wohnt waren, die ungezügelten Leidenschaften ihrer Eigenthümerzu theilen, und nur mit Mühe konnten ihre Wächter sie zurück-haltcn. In diesem Augenblick, wo Aller Angen auf den vorübsr-streifenden Wirbelwind von Thier und Menschen gerichtet waren,entriß der Wildsteller das Messer den Händen seines unaufmerk-samen Hüters mit einer Kraft, die seinem Alter nicht eigen schien,und trennte mit einem einzigen Schnitt den ledernen Riemen, mitwelchem sie zusammengekvppclt waren. Die wilden Thiere wieher-ten vor Freude und Schrecken, und die Erde weit mit ihren Hufenanfschleudernd, stoben sie hinweg in tausend Richtungen, in dieweite Haide hinein.

Weucha wandte sich gegen seinen Angreifer mit der Wildheitund Behendigkeit eines Tigers. Er fühlte nach der Waffe, dieihm so plötzlich entrissen war, griff mit in,kräftiger Hast nach demStiel seines Tomahawk, und blickte doch im selben Moment mitaller Gier eines westlichen Indianers nach dem fliehenden Hornvieh.Der Kampf zwischen dem Durst nach Rache und der Begier war

* Die Benennung Squatter bezeichnet einen Laildbentcr, einen Mann,der sich ohne Erlaubniß der Staaten anzustcdeln sucht.