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4 (1852) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
22
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unterbrach ihn wieder der Auswanderer, als wünsche er, so weites gehe, seinen rauhen Gesellschafter aus dem Gespräch zu bringen.Dieß sind weite, leere Striche, in die wir gerathen sind."

Und Ihr könnt noch Wochen reisen und es immer eben sofinden. Ich denke oft, der Herr hat diesen unfruchtbaren Gurtvon Haiden hinter die Staate» hingestellt, um die Leute zu warnen,wozu ihre Thorheit das Land machen könne! Ach, Ihr könntWochen, wo nicht Monate in diesen offene» Feldern reisen, ohneauf eine Wohnung für Mensch oder Thier zu stoßen. Selbst diewilden Thiere laufen Meilen um Meilen, ihre Höhlen zu suchen.Und doch blässt der Wind selten von Osten her, ohne daß ich denTon von Aertcn und das Krachen fallender Bäume höre."

Wie der alte Mann mit dem Ernste und der Würde sprach,die in solchem Greisenalter, auch bei minder ergreifenden Stimmun-gen, nie den Eindruck verfehlen, wurden seine Zuhörer sehr auf-merksam und still wie das Grab. So blieb es dem Jäger über-lassen, das Gespräch selbst wieder anzufangen, was er denn auchbald that, indem er eine Frage unbestimmt hinwarf, wie die Ein-wohner der Gränzen dieß zu thun Pflegen.

Ihr werdet's nicht leicht gefunden haben, über die Gewässerzu kommen, Freund, und Euren Weg so tief hinein in die Haidemit Pferdegespannen und Heerde» von Hornvieh anzutreten?"

«Ich hielt mich immer links am großen Flusse," erwiederteder Auswanderer,bis ich fand, daß der Strom uns zu weit nachNorden hinaufführte. Da machten wir uns drüber weg, eben ohnegroßen Verlust. Die Frau hat nun, wenn's nächstes Jahr an'sScheeren geht, zwei Felle weniger Arbeit, und die Mädel brauchenkünftig eine Kuh weniger zu melken. Seitdem sind wir tüchtigan's Werk gegangen, und es verstrich kein Tag oder doch keiner umden andern, daß wir nicht eine Brücke oder einen Damm schlugen."

Ihr geht vermuthlich immer weiter nach Westen, bis Ihr inein Land kommt, was sich besser zur Ansiedelung paßt?"