554
„Allerdings, Sir," versetzte Edwards, oder vielmehr Effingham,wie wir ihn jetzt nennen müssen.
„Wir hatten verschiedene politische Ansichten. Siegte dieSache Amerikas, so wußte Niemand von unserer Nebereinkunft, undDeines Vaters Vertrauen war mir heilig; blieb aber die Herrschaftder Krone bestehen, so mußte es ein Leichtes seyn, einem so loyalenUnterthanen, als Obrist Effingham war, sein Eigenthum zurück-zustatten. — Ist dies nicht klar?"
„Die Einleitung ist gut, Sir," cntgegnete der Jüngling mitdemselben ungläubigen Blicke wie früher.
„Höre ihn vollends an, höre ihn vollends an, junger Mensch,"sagte der Deutsche. „Es ist kein Haar auf dem Kopfe des Richters,das es nicht ehrlich meinte."
„Wir alle kennen den Ausgang des Kampfes," fuhr Marmadukefort, ohne die Worte der Beiden zu beachten. „Dein Großvaterblieb in Connecticut, wo ihn Dein Vater mit den Mitteln versah,die für einen anständigen Unterhalt nöthig waren. Ich weiß dies,obgleich ich selbst in unfern glücklichsten Tagen nie einen Verkehrmit ihm hatte. Dein Vater zog mit den Truppen ab, um seineAnsprüche an die Krone zu verfolgen. Jedenfalls muß sein Verlustgroß gewesen seyn, denn seine Liegenschaften fielen dem FiscuSanheim, und ich wurde ihr gesetzlicher Käufer. War es etwa einunnatürlicher Wunsch, daß der rechtmäßigen Wiedererwerbnng der-selben von seiner Seite kein Hinderniß im Wege stehen möchte?"
„Es war überhaupt keines vorhanden, als die Schwierigkeit,für so viele Ansprüche zu sorgen."
„Aber ein unüberwindlicher Riegel wäre vorgeschoben worden,wenn ich der Welt verkündigt hätte, daß ich diesen Grundbesitz,welcher durch die Zeit und meinen Fleiß um das Hundertfache inseinem Werth gestiegen ist, nur als ein mir anvertrautes Gut be-trachte. Es kann Dir nicht fremd seyn, daß ich Deinen Vaterunmittelbar »ach dem Kriege mit beträchtlichen Summen versah."