536
Glauben, »nd eS war nur eine Stimme, daß man versuchenmüsse, die Verbrecher zur Strafe zu ziehen. Richard blieb nichttanb bei sulchen Bewegungen, und noch desselben Nachmittagsschickte er sich allen Ernstes an, sein Amt zu versehen.
Mehrere kräftige junge Männer wurden auserlesen und ge-heimuißvoll bei Seile genommen, um, zwar Angesichts der ganzenDorfbevölkerung, aber außer dem Bereiche von deren Ohren dieAufträge des Sheriffs zu erhalten. Diensteifrig und mit einerGeschäftigkeit, als ob das Schicksal einer Welt von ihrer Thätig-
keit abhienge, eilten diese Jünglinge in die Berge, indem sie zu-
gleich so gcheimnißvoll lhaten, als sehen sie mit der allerwichtig-sten Staatsangelegenheit betraut worden.
Punkt zwölf Uhr wirbelte eine Trommel vor dem kühnenDragoner, und Richard erschien in der Begleitung des CapitainSHollister, welcher sich in seiner Uniform als Commandant derTempletoner leichten Infanterie präsentirte, um von Letzterem imInteresse der Gesetzeswahrung ein Aufgebot des Landsturms zuverlangen. Es fehlt uns hier an Raum, um die Reden mitzu«
theilen, welche bei dieser Gelegenheit von den genannten beiden
Ehrenmännern gehalten wurden; sie sind aber aufbewahrt in denSpalte» der kleinen blauen Zeitung, welche noch an Ort undStelle zu finden ist, und sollen der Gesetzeskunde des Einen undder militärischen Präcision des Andern viel Ehre machen. Manhatte vorläufig bereits Alles ungeordnet, und da der rothrückigteTambour fortfuhr, seinen Wirbel zu schlagen, so traten bald un-gefähr fünfundzwanzig Soldaten auf, welche sich sofort in Schlacht-ordnung stellten.
Dieses Corps bestand aus Freiwilligen und war von einemManne commandirt, welcher die ersten sünfunddrcißig Jahre seinesLebens in Feldlagern und Garnisonen zugebracht hatte; es galtdaher als das non plus ultra von militärischer Zucht auf vieleMeilen im Umkreise, wie denn auch der einsichtsvollere Theil der