„Sie? wen meinst D»? rief der Jüngling, indem er sich raschnach der von dem Indianer angedeuteten Stelle umwandte; — alser aber Elisabeths Gestalt sah, in deren Haltung sich sowohl derSchreck als auch ein Mißbehagen ausdrückte, mit dem jungen Mannean einem solchen Orte zusammen zu treffen, fühlte er sich vorEntsetzen fast der Sprache beraubt.
„Miß Temple!" rief er, als er wieder Worte fand; „Siehier? Ach, daß Ihnen ein solcher Tod Vorbehalten sey» mußte!"
„Nein, nein, nein — kein Tod, hoffe ich, für irgend Jemandvon uns, Herr Edwards," versetzte sie, indem sie sich bemühte, ruhigzu sprechen. „Es ist nur Rauch vorhanden, kein Feuer, das unsbeschädigen könnte. Versuchen wir's, zu fliehen."
„Nehmen Sie meinen Arm," entgeguete Edwards; „eS mußirgendwo noch eine Lücke seyn, nm uns durchznhelfen. Aber sindSie auch der Anstrengung gewachsen?"
„Gewiß. Doch ich glaube nicht, daß die Gefahr so groß ist,Herr Edwards. Führen Sic mich nach der Richtung, wo sie herkamen."
„Ich will — ich will," rief der Jüngling mit einer Art ver-zweifelter Entschlossenheit. „Ja, ja — dort ist keine Gefahr, ichhabe Sie unnöthig beunruhigt."
„Aber sollen wir den Indianer verlassen? — Können wir ihn,wie er sagt, sterben lassen?"
Ein Ausdruck schmerzlicher Erregung flog über das Gesicht desjungen Mannes; er hielt an und warf einen wehmüthigen Blickauf Mohegan zurück, ohne jedoch seine Gefährtin lvszulassen, dieer mit gewaltigen Schritte» vorwärts zog, um in der Richtung, inwelcher er hergekommeu, einen Weg durch den Flammenkreis zu suchen.
„Nehmen Sie keine Rücksicht auf ihn," sprach er mit derRuhe der Verzweiflung; „er ist au die Wälder und an solcheScene» gewöhnt, »nd entkömmt vielleicht auf den Berg — überden Felsen — oder bleibt auch wohl, wo er ist, ohne daß seineSicherheit gefährdet würde."