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dem Richter sogenannten — Visionsberges befand sich eine kleineLichtung, Von welcher aus man das ganze Dorf nnd das Thalübersehen konnte. Hier mußte sie, ihrer Ansicht nach, den Jägertreffen, und dahin lenkte sie auch ihre Schritte so hastig, als es diesteile Ansteignng und die Hindernisse eines Forstes im Zustande derNatur nur gestatten mochten. Unzählige Felsenbruchstücke, gefalleneBaumstämme und Zweige legten sich ihr in den Weg; aber ihreEntschlossenheit überwand alle Hindernisse, und ihrer Uhr zu Folgewar sie sogar um einige Minuten früher, als bestimmt worden— an Ort nnd Stelle.
Nachdem Miß Tcmple eine Weile ans einem Holzstamme aus- -geruht hatte, warf sie ihre Blicke umher, um ihren alte» Freundzu suchen; aber er war augenscheinlich nicht in der Lichtung. Siestand daher auf, ging am Saume des Waldes herum und unter-suchte jedes Plätzchen, wo sich Natty möglicher Weise um seinerSicherheit willen verborgen haben konnte. Ihr Spähen war jedochvergeblich, und nachdem sie nicht nur ihren Körper, sondern auchihre Vermuthungen erschöpft hatte, um sich den Grund von derSäumniß des Jägers zu erklären, wagte sie es, an diesem ein-samen Orte ihre Stimme laut werden zu lassen. „Natty! Leder-strumpf! alter Mann!" rief sie nach allen Richtungen, aber ohneeine andere Antwort zu erhalten, als das Echo ihrer eigenen HellenTöne, welches der ausgetrocknete Wald zurückwarf.
Elisabeth näherte sich jetzt einer Kante des Gipfels, wo sichals Antwort auf ihren Ruf ein leichter Laut, ähnlich dem Geräusch,wenn man bei starkem Nusathmen die Hand vor den Mund hält,vernehmen ließ. Sie zweifelte keinen Augenblick, daß Nattyhier ihrer warte und ihr durch dieses Zeichen den Ort andeutenwolle, wo er zu finden wäre, weshalb sie nm ungefähr hundertFuß hinunter stieg, bis sie eine kleine natürliche Terrasse erreichte,wo auf dem spärlichen Boden einige Bäume in den Spalten desFelsens Wurzel gefaßt hatten. Sie trat bis an den Rand der