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3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
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Der Richter hielt einen Augenblick inne, lächelte seinem Kindezärtlich zu, und ließ dann seine Hand ans ihre Schulter fallen,indem er entgegnete:

Du magst in manchen Stücken Recht haben, Beß, aber DeinHerz hat zu viel Einfluß auf Deinen Verstand. Doch höre jetzt:in diesem Taschenbuch sind zweihundert Dollars. Geh' zu demGefangenen Du hast nichts dabei zu befürchten gib demSchließer diese Karte, und wenn Du Bumppo siehst, so sage demormcn, alten Manne alles, was Du willst. Laß dis Gefühle Dei-nes warmen Herzens sprechen, aber vergiß nicht, Elisabeth, daßdie Gesetze allein uns ans dem Zustand der Wildheit reißen konn-ten daß er sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat, und daßsein Richter Dein Vater ist."

Miß Temple erwiederte nichts, sondern drückte nur die Hand,welche das Taschenbuch hielt, an ihre Brust, nahm sodann ihreFreundin beim Arm und trat mit ihr aus dem Thore in die Haupt-straße des Dorfes.

Als sie ihren Spaziergang schweigend an der Häuserreihe,wo das abendliche Dunkel bereits ihre Gestalten verbarg, fort-setzten, hörten sie keinen weiteren Laut, als den langsamen Tritteines Jochs Ochsen nebst dem Rasseln eines Karrens, der sich ingleicher Richtung mit ihnen die Straße entlang hinbewegte. DieUmrisse des Treibers, der verdrossen an der Seite seines Viehshinschlenderte, als sey er von der Arbeit des Tages ermüdet, ließensich kaum noch in den Schatten der Nacht unterscheiden. An derEcke, wo das Gefängntß stand, wurden die Damen für einenAugenblick durch die Ochsen aufgehalten, welche nach der Seitedes Gebäudes einbogen und einen Bund Heu, den sie geduldig anihrem Halse trugen, als Belohnung für ihre Mühe erhielten. Alldieß war so natürlich und gewöhnlich, daß es Elisabeth nicht ein-fiel, einen zweiten Blick auf das Gespann zu werfen, bis sie denTreiber leise mit seinem Vieh sprechen hörte: