den armen Brave mit Blut befleckt, steif und kalt, aber anständigmit dem Mantel des Negers bedeckt, liegen sah. Er war im Be-griffe, weitere Erklärungen zu verlangen; aber der Schmerz desSchwarzen, der bei seiner freiwillig Lbernvmmenen Todtenwachceingeschlafen war, brach auf's Neue los, so daß von seiner Seiteaus nichts der Art zu erwarten stand. Zum Glücke öffnete sich indiesem Augenblicke die Hauptthüre des Hauses, und auf der Schwellezeigte sich die derbe Gestalt Benjamins, der sei» Licht in einer Weisein die Höhe hielt, welche seine Züge grotesk beleuchtete. Richardwarf den Zügel dem Schwarzen zu, befahl demselben nach demPferde zu sehen, und trat in die Hausflur.
„Was isi's mit dem todten Hunde?" rief er. „Wo ist MißTemple?"
Benjamin machte eine seiner plumpen Geberden', indem ermit dem Daumen seiner linken Hand über die rechte Schulter deu-tete, und antwortete: —
„Wohl aufgehoben."
„Und wo ist Richter Temple?"
„In seiner Koje."
„Aber erklärt mir, warum ist Brave todt und warum benimmtsich Aggy so ungeberdig?"
„Ei, das ist alles dort ausgeschrieben, Sguire," sagte Ben-jamin, indem er auf eine Schiefertafel deutete, welche neben einemBranntweinkruge, einer kurzen, noch brennenden Pfeife und einemGebetbuche lag.
Es gehörte unter anderem auch zu Richards Liebhabereien, überalles was vorfiel, ein Register zu führen; und sein Tagebuch, das soziemlich die Form und Einrichtung eines Schifflogs hatte, enthieltnicht nur Begebnisse, die ihn selbst berührten, sondern auch Wetter-beobachtungen und alles Andere, was sich in der Familie oder wohl, auch im Dorfe zutrug. Seitdem ihm das Amt des Sheriffs über-tragen war, in Folge dessen er häufig von Hause abwesend sevn