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ich nicht störe; aber ich muß Sie sprechen, wäre er auch nur aufeinen Augenblick."
Elisabeth erheb ihr Antlitz und ließ ihre schwarzen, in Thränenschwimmenden Augen gewahr werden.
„Ah. sind Sie's, Edwards," versetzte sie mit einer Anmuth inihrer Stimme und einer Weichheit in ihren Mienen, welche sichdem Verkehre mit ihrem Vater oft beimischten, die aber dem jungenManne gegenüber so neu waren, daß es ihm alle Nerven durchfuhr.„Wie haben Sie unsere arme Luise verlassen?"
„Glücklich und von Dank erfüllt, in den Armen ihres Vaters,"eutgegnete Oliver. „Ich habe nie einen so schönen Gefühlsausbruchgesehen, als den, welche» sie an den Tag legte, während ich eswagte, ihr meine Freude über ihr glückliches Entkommen auszudrücken.Miß Tcmple, als ich zuerst Ihre schreckliche Lage schildern hörte,waren meine Empfindungen zu gewaltig, um sich aussprechen zulassen, und ich fand erst wieder Worte, nachdem mir der Spaziergang zuHerrn Grants Wohnung Zeit gelassen hatte, mich zu sammeln.Ich glaube - ich glaube, ich habe mich dort besser benommen, dennsogar Miß Grant weinte, als ich ihr meine Theilnahme ausdrücktc."
Elisabeth schwieg eine» Augenblick, und bedeckte abermals dieAugen mit ihrer Hand. Diese Erregung war jedoch nur vorüber-gehend; sie erhob ihr Antlitz aufs Neue und fuhr lächelnd fort —
„Ihr Freund Lederstrnmpf ist nun auch der meinige geworden,Ewards, und ich dachte eben daran, wie ich ihm am besten einenDienst leisten könnte. Vielleicht sind Sie, der Sie so gut mit seinenGewohnheiten und Bedürfnissen bekannt sind, im Stande mir zusagen-"
„O, gewiß —" rief der Jüngling mit einem Ungestüm, obdem die Dame erschrack — „gewiß bin ichs im Stande, und Gottmöge Ihren guten Willen belohnen. Natty ist so unklug gewesen,des Gesetzes zu vergessen und heute einen Hirsch zu'tüdten; undich glaube sogar, daß ich gleichfalls bei der Strafe betheiligt bin,