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Gefühle gewonnen, und als er die wirklichen Schwierigkeiten desFalles einzusehe» begann, lieh er den Worten des Advokaten einaufmerksameres Ohr. Die nicht unterdrückbare Aufregung, welcheder Jüngling im ersten Augenblick der Ueberraschung an den Taggelegt hatte, war ganz verschwunden, und obgleich er noch immervon dem Gehörten sehr ergriffen zu seyn schien, so gelang es ihmdoch, mit der größten Achtsamkeit auf den Rath des Andern zu horchen.
Oliver entdeckte, ungeachtet seines verwirrten GemüthSzustandeS,bald, daß stch die meisten Entwürfe des Advokaten auf eine List begrün-deten, deren Ausführung soviel Zeit erforderte, als weder seinCharakter noch die Umstände zulässig machten. Er gab jedochHerrn Lischst zu verstehen, er werde für den Fall, daß die Sachevor Gericht komme, seine Zuflucht zu ihm nehmen — eine Zusiche-rung, die den Nechtsgelehrten vollkommen zufrieden stellte; und sotrennten sie sich, indem der Eine mit bedächtigen Schritten dieRichtung nach einem kleinen Gebäude einschlug, ob dessen Thüresich ein hölzernes Schild mit den Worten „Chester Lischst, NechtS-gelehrter" befand, und der Andere eiligen Fußes dem Herrenhausezuging. Wir verlassen vorderhand den Advokaten, und wenden dieAufmerksamkeit des Lesers seinem Clienten zu.
Als Edwards in die Hausflur trat, wo die ungeheueren Thürensich dem Durchzug einer milden Abendlust geöffnet hatten, traf erBenjamin mit einer seiner häuslichen Verrichtungen beschäftigt, undfragte denselben rasch, wo der Richter Tcmple scl).
„Der Richter ist eben mit Meister Doolitle, dem Zimmcrmann,auf seine Amtsstube gegangen; aber Miß 'Lizzy ist dort im Wohn-zimmer. Ich sage Ihnen, Herr Oliver, das hätte einen schlimmenHandel mit den Panthern absetzen können. Ich sagte es letztenWinter oft, daß eine solche Bestie in den Bergen sehn müßte, dennich hörte sie eines Herbstabends, als ich im Nachen nach dem Fischer-grund hinunter fuhr, an dem Seenfcr heulen. Wäre das Thier indas offene Wasser heranSgekommen, wo man sehen kann, wie und