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In diesem Augenblicke wurde der Richter Elisabeth'« undLuisen'« ansichtig, die in kurzer Entfernung langsam den Berg Hinab-stiegen. Er drückte seinem Roß die Sporen in die Seite, ritt aufsie zu, saß ab, und führte sein Pferd auf dem engen Pfade amZügel. Während der bewegte Vater auf die lebendige Schilderunghorchte, welche ihm seine Tochter von ihrer kürzlichen Gefahr undihrem unverhofften Entrinnen gab, wichen alle Gedanken an Minen,Herrenrechte und Verhöre vor der Aufregung de« Augenblicks, undwen» ihm jetzt Natiy's Bild vor da« geistige Auge trat, so ware« nicht das eine« gesetzlosen, diebischen Squatter«, sondern dasdes Netter« seine« Kinde«.
Dreißigstes Kapitel.
Der Richter spricht es; dem Gesetz sein Recht!
Kaufmann von Venedig.
Remarkable Pettibone, welche, in Betracht der Ruhe undBehaglichkeit ihrer Stellung, die ihrem Stolze bcigebrachte Wundebereits verschmerzt hatte und sich noch immer in der Familie de«Richter« Temple befand, wurde nun beauftragt, Luise nach der be-scheidenen Wohnung, welche Richard bereit« „die Rectorei" benamsthatte, zu führen, wo sie bald in den Armen ihre« Vater« lag.
Inzwischen blieben Marmaduks und seine Tochter mehr alseins Stunde im Zimmer eingeschloffen, und wir wollen uns keinenEingriff in bas Heiligthum elterlicher Liebs gestatten, indem wiretwa das dort statthabende Gespräch mittheilten. —
Sobald sich der Vorhang vor dem Leser wieder aufthut, siehter den Richter mit einem wehmüthig zärtlichen Zug über seinemGesichte im Zimmer auf und abgehen, während seine Tochter mitgerötheten Wangen und Augen, welche in Krystall zu schwimmenschienen, auf ein Canapee zurückgelehnt sitzt.