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„Da ist ein Messer mit im Spiele gewesen," begann er. „DieserRiemen ist weder zerrissen noch durch den Hnnd abgebissen. Nein,»ein — ich fürchte, der Fehler liegt nicht an Hector."
„Ist das Leder durchschnitten?" rief Edwards.
„Stein, nein — ich will das nicht gerade sagen, Junge; aberhier ist ein Merkzeichen, das weder durch einen Niß nsch durch«inen Biß gemacht werden kann."
„Sollte es der schuftige Zimmermann gewagt haben —"
„Der nimmt sich freilich Alles heraus, wo keine Gefahr dabeiist," erwiederte Natty. „Er ist ein neugieriger Kerl, der sich gernin anderer Leute Sachen mischt. Er wird übrigens gut thun, sichnicht all zu viel meinem Wigwam zu nahen."
Inzwischen hatte Mohegan mit indianischer Umsicht die Stelleuntersucht, wo der Niemen getrennt worden war. Nach genauerBesichtigung erklärte er in der Sprache der Dclawaren:
„Es ist ei» Mefferschnitt — eine scharfe Klinge und ein langerHandgriff. Der Mann fürchtete sich vor den Hunden."
„Woraus schließest Du das, Mohegan?" rief Edwards. „Duhast es nicht gesehen und kannst daher unmöglich mit solcher Be-stimmtheit sprechen."
„Höre, mein Sohn;" versetzte der Krieger, „das Messer warscharf, denn der Schnitt ist glatt; — der Handgriff war lang, denneines Mannes Arm würde von diesem Schnitt nicht bis zu jenemreichen, der den Riemen nicht durchschnitt; — und ein Feiglingthat's, sonst würde er das Lederwerk am Hals der Hunde abge-schnittcn haben."
„Bei meinem Leben," rief Natty, „John ist auf dem rechtenSprunge. Es war der Zimmermann, der den Felsen hinter derHundehütte erstieg und die Thiere durch ein an einem Stocke be-festigtes Messer los ließ. Sollte es nicht ein Leichtes seyn, soetwas zu thun, wenn ein Mensch schlimme Absichten hat?"
„Aber was hätte ihn dazu veranlassen können?" fragte Edwards.