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Freimüthigkeit ein, welche nicl't nur das gute Einvernehmen mildemVetter, sondern a»ch die gewohnte Weise des Sheriffs charaktcri-sirte. —
„Nun, 'Duke, zu Pferde," rief er, „und ich will Dir aus-einander setzen, was ich gestern Abend mit meinen Andeutungenmeinte, David sagt in seinen Psalmew — »ein, es war Salomo;doch das ist gleichgültig, er gehörte zur Familie — Salomo sagt,Alles hat seine Zeit; und nach meiner unmaßgeblichen Ansicht isteine Fischerpartic lein geeigneter Moment, »m wichtige Angelegen-heiten zu besprechen. — Ha was soll das? Was zum Teufel fehltDir, Marmaduke? Bist Du nicht wohl? Laß mich Deinen Pulsfühlen. Du weißst, mein Großvater war —"
„Dem Körper nach befinde ich mich ganz Wohl, Richard," fielder Richter ein, indem er seinen Vetter zurück schob, welcher ebenim Begriff war, dem Doctor Todd in's Handwerk zu greifen; „abermein Gemüth ist leidend. Als ich in der letzten Nacht zurück kam,fand ich unter anderen Briefen auch diesen vor."
Der Sheriff nahm den Brief ans, ohne jedoch seine Angenauf das Schreiben zu richten, denn er betrachtete fortwährend dasAeußcre des Richters mit großem Erstaunen. Von dem Antlitzseines Vetters wanderte sein Blick nach dem Tische, wo mehrereBriefe, Pakete und Zeitungen lagen, und dann in dem Zimmerumher. Auf rem Bette war der Eindruck eines menschlichen Körperssichtbar, ohne daß jedoch die Decke zurückgeschlagcn gewesen wäre;und Alles verkündete, daß der Bewohner des Gemachs eine schlafloseNacht zngebracht hatte. Die Kerzen waren bis in die Leuchterniedergebrannt und augenscheinlich von selbst erloschen. Marmadukehatte seine Vorhänge aufgezogen und die Fenster geöffnet, um diebalsamische Luft eindringen zu lassen, aber seine blassen Wangen,seine bebenden Lippen und seine eingesunkenen Auge» zeigten so garnicht die gewöhnliche männliche und heitere Ruhe des Richters,daß der Sheriff mit jedem Augenblicke bestürzter wurde. Endlich