332
i» Folge der Strahlenbrechung, nicht nach dein Fische hinzuführen— und cs war ihr, als müsse das erwartete Opfer sie gleich-falls sehen, denn sein Schwanz und seine Flossen bewegten sichstärker, obgleich das Thier sich nicht von der Stelle rührte. Imnächsten Augenblick beugte sich Natths Leib ganz gegen denWasserspiegel, und der Griff seiner Gabel verschwand in dem See.
Der lange, dunkle Strahl der hiuabgleitcnden Waffe und der kleineWirbel, welcher dem raschen Wurfe folgte, ließen sich leicht unter-scheiden; aber erst als die Stange vermöge ihrer eigenen Holz-leichtigkcit wieder aus dem Wasser auftauchte und Ledcrstrumpf, dersie faßte, die Spitzen in die Höhe hielt, wurde Elisabeth der Wirkungdieses Beginnens gewahr. Ein großer Fisch hieng an dem mitWiderhackcu versehenen Stahle und war bald ans seiner gespießtenLage auf den Boden des Kahnes abgeschüttelt.
„Das reicht zu für uns, John/' sagte Natty, indem er seineBeute au einer der Flossen aushob und sie tm Lichte des Feuers »
vvrzeigte. „Für heute wäre unser Tagwerk vollendet."
Der Indianer machte wieder eine Handbcwegung, und aut-wvrtcte mit einem nachdrücklichen —
„Gut."
Elisabeth wurde aus ihrer — durch diese Scene und das Schauenauf den Grund des Sees veraulaßtcn Verzückung durch Benjaminsheisere Stimme und das Schlagen der Ruder geweckt, da sich jetztdas schwerere Boot der anderen Fischer, welche ihr Retz hinter sichherschleppten, der Stelle näherte, wo der Kahn lag.
„Zieht Euch zurück, zieht Euch zurück, Meister Bnmppo," riefBeujainiu. „Euer Feuer erschreckt die Fische, die, wenn sie dasNetz sehen, einen sicheren Ankergruud suchen. Ein Fisch ist so klugals ein Pferd und vielleicht noch klüger, wenn er etwas Unhcim- »
liches im Wasser wittert, in dem er groß geworden ist; zieht Euchzurück, Meister Bumppo, zieht Euch zurück, sage ich, und machtPlatz für unser Stellnetz."