„Du raisonirst nicht übel, William," entgegnete Marmadnkc.„So lange Kriege die, alte Welt zerrütten, wird Nmerika's Erntewohl fortdanern."
„Stnn, 'S ist ein böser Wind, Richter, der Niemand etwasgutes znbläst. Die Landschaft ist doch gewiß in einem blühendenStande; und obgleich ich weiß, daß Ihr große Stücke ans disBäume haltet, und sie hegt, als ob cs Eure eigenen Kinder wären,so muß ich doch sagen, ich ärgere mich allemal darüber, daß ichnicht das Recht habe, nach Willkühr damit zu verfahren; sonstsind sie mir lieb genug. Ich habe von Leuten, die ans dem altenLande hergelommen sind, sagen hören, daß dort die Neichen vorihren Hausthüren nnd auf ihren Gütern herum große Eichen undUlmen stehen haben, von denen jeder Baum ein Faß voll Potaschegeben würde, — und für was? Zu nichts weiter, als zum An-sehen. Ich kann einmal eine Gegend nicht in gutem Zustand be-findlich nennen, die mit vielen Bäumen versehen ist. Sümpfesind da etwas ganz anderes, denn sie thnn dem Lande keinen Scha-den ; und wenn man sie ausgräbt, so kann man Zäune darans-machen, die auch für größere Thiere als Schweine stark genug sind."
„Die Ansichten hierüber sind in verschiedenen Ländern ver-schieden," sagte Marmaduke; „aber es ist nicht der Zierde wegen,daß ich diese edle Bäume im Werth halte; ich habe dabei den Nutzenvor Augen! Wir Hausen ja mit diesen Wäldern, als ob wirin einem Jahre alles gut machen könnten, was wir darin ver-derben; aber es wird eine Zeit kommen, wo das Gesetz nicht nurdas darin enthaltene Wild, sondern auch die Bäume in Schutz nimmt!"
Mit dieser tröstlichen Hoffnung bestieg der Richter sein Pferd,nnd die Cavaleade setzte sich in Bewegung, um ihren Weg nachder von Richard so hoch gepriesenen Natnrschönheit zu verfolgen.Der Holzfäller blieb im Innern des Waldes zurück und fuhr fortsein Geschäft zu verrichten. Als sie die Stelle erreichten, wo cSwieder bergab ging, wandte Elisabeth den Kops zurück, und cs